Western Digital und Seagate liefern sich immer wieder Schlagabtausche. Im Dezember letzten Jahres schockierte Western Digital den Markt mit der ersten mit Helium gefüllten 10-Terabyte-Festplatte. Nur wenige Wochen später zog Seagate mit einem ähnlichen Produkt nach und markierte damit seinen endgültigen Einstieg in die „Helium-Ära". Nun will Seagate das 10-Terabyte-Angebot mit der neuen Serie „Guardian" erweitern, die einen bekannten Namen zurückbringt: BarraCuda.
Helium und der Bedarf an Speicher
Solid-State-Laufwerke haben bereits die 10-Terabyte-Marke überschritten, aber der wirtschaftliche Faktor macht ihre Präsenz in den Regalen sehr begrenzt. Wir sind überzeugt, dass sich das in naher Zukunft ändern wird, aber wer jetzt hohe Speicherdichte benötigt, ohne sein Budget zu sprengen, wird feststellen, dass die Antwort weiterhin bei herkömmlichen Festplatten liegt. Die Marke der 10 Terabyte hat ein zusätzliches Element eingeführt: Helium, das nach den verfügbaren Informationen (angeblich) immer teurer und knapper wird. Das ändert jedoch nichts am Bedarf an mehr Kapazität, bedingt durch 4K-Video, Cloud-Dienste und vieles mehr. Western Digital und Seagate, die zwei Titanen, die das Festplatten-Universum beherrschen, setzen bereits Helium in ihren fortschrittlichen Produkten ein. Der Unterschied besteht darin, dass Seagate diese Technologie nun für eine ganze neue Serie einsetzen wird.
Die Guardian-Serie
Die Serie trägt den Namen „Guardian" und umfasst drei normale Festplatten und eine Hybrid-Festplatte mit geringerer Kapazität. Die erste trägt einen vertrauten Namen: BarraCuda Pro, die Seagate für den allgemeinen Gebrauch empfiehlt. Das Modell IronWolf ist für kleine und mittlere Unternehmen, Home-Office-Projekte und NAS-Systeme mit mehreren Einschüben gedacht. Das dritte Modell heißt SkyHawk und besitzt zwar ähnliche Spezifikationen wie der IronWolf, ist jedoch auf Überwachungssysteme und Langzeitspeicherung ausgerichtet. Das letzte Modell unterscheidet sich nicht nur durch seinen Hybrid-Charakter, sondern auch durch seine maximale Kapazität von zwei Terabyte. Sein Name ist FireCuda, und es kombiniert einen 64-Megabyte-Cache mit einem dedizierten 8-Gigabyte-Flash-Modul. Seagate berichtet, dass dieses Modul es fünfmal schneller macht als eine herkömmliche Festplatte, ohne Dichte zu opfern.
Details und Preise
Die von Seagate veröffentlichten Informationen enthüllen weitere interessante Details. Das Modell BarraCuda Pro hat eine „Robustheit“ von 300 Terabyte pro Jahr, während IronWolf und SkyHawk mit 180 Terabyte pro Jahr angegeben sind. Die Zahlen für FireCuda sind hier nicht so günstig, da Seagate eine Belastung von 55 Terabyte pro Jahr vorschlägt. Dennoch werden sowohl FireCuda als auch BarraCuda Pro mit fünf Jahren Garantie angeboten, die übrigen mit drei Jahren. Die offizielle Ankündigung bestätigt kein Veröffentlichungsdatum, aber wir haben schon die Preise: 110 US-Dollar (FireCuda 2TB), 534 US-Dollar (BarraCuda Pro 10TB), 470 US-Dollar (IronWolf 10TB) und 460 US-Dollar (SkyHawk 10TB).