Erinnern Sie sich an die Smach Zero? Eine Handheld-Konsole mit PC-Seele, die den Zugriff auf einen großen Teil des Steam-Katalogs ermöglicht und auf AMD-Hardware setzt – das klang vielversprechend. Doch die erste Crowdfunding-Kampagne wurde abgebrochen, um sich neu zu gruppieren und Prioritäten zu setzen. Nun ist die Smach Z mit Prototypen, einem niedrigeren Preis und der Wahl zwischen Windows 10 oder Linux als Betriebssystem zurück.
Die Vorgeschichte
Alles begann mit dem Konzept SteamBoy. Damals war das Internet von Valves Steam Machines begeistert, und die Idee, daraus eine Handheld-Konsole zu machen, war äußerst reizvoll. Die Zeit hat uns jedoch gelehrt, dass die Steam Machines ein völliger Fehlschlag waren (es wurden weniger als 500.000 Einheiten verkauft) und dass Valve offenbar kein Interesse mehr an dieser Produktlinie hat, da die meisten Ressourcen in die virtuelle Realität fließen. Aus der SteamBoy wurde die Smach Zero, die sogar eine Crowdfunding-Kampagne startete, die jedoch im Dezember 2015 abgebrochen wurde. Als Gründe nannten die Verantwortlichen einen zu hohen Preis (900.000 Euro), das Fehlen eines Prototyps, die Verwendung eines AMD-SoCs (über den es noch nicht viele technische Daten gab) und die vielen Anfragen, Windows als Betriebssystem zu integrieren. Zehn Monate später schlägt das Team aus Palma de Mallorca erneut zu.
Technische Daten
- SoC: AMD Merlin Falcon RX-421BD Quad-Core mit 2,1 GHz
- Grafik: AMD Radeon R7 mit 800 MHz
- Zwei Optionen für RAM und Speicher: 4/64 GB oder 8/128 GB
- 6-Zoll-kapazitives Touchscreen-Display mit 1080p-Auflösung
- microSD-Slot, HDMI-Ausgang, USB Typ C, WLAN und Bluetooth
- Frontkamera und LTE-Unterstützung (im Pro-Modell)
- Akku mit fünf Stunden Laufzeit
- Betriebssystem: Smach Z OS (angepasstes Linux) oder Windows 10
- Falls die Steuerung im Stil des „Steam Controllers“ nicht zusagt, gibt es separat erhältliches Zubehör, um sie in etwas Traditionelleres zu verwandeln.
Kickstarter-Kampagne
Diesmal liegt das Ziel für die Smach Z bei 250.000 Euro, das in weniger als 48 Stunden übertroffen wurde. Die Option für 249 Euro für das Basismodell ist ausverkauft, ebenso wie das Pro-Modell für 399 Euro. Aktuell sind die Einstiegspunkte bei 279 Euro (4/64 GB) und 449 Euro (8/128 GB). Die ersten Auslieferungen erfolgen im April.