Vielleicht sammelt es Staub in einem Schrank, nachdem die Festnetzleitung aus Ihrem Zuhause entfernt wurde, oder es ist ein „Erbstück“, das Sie aufbewahren, in Erwartung des richtigen Hacks. Nun, wie klingt das: Das Wählscheibentelefon an das Mobilfunknetz anschließen. Im Wesentlichen verwandeln Sie es mit Hilfe eines Arduino Uno (oder einem ähnlichen Board auf Basis des ATmega328) und einem kompatiblen GSM-Modul in ein ‚mobiles‘ Telefon.
Der DIY-Weg
Sind Sie der gläsernen Rechtecke überdrüssig? Genug von Apps und Benachrichtigungen? Wenn Sie beide Fragen mit Ja beantworten, kann ich Sie wirklich nicht verurteilen. Der Markt wiederholt ständig dieselben Modelle und verlangt exorbitante Preise, aber DIY bietet einen Ausweg. Vor ein paar Tagen haben wir die Möglichkeit erkundet, ein beschädigtes Smartphone in einen Laptop zu verwandeln, etwas anderes und definitiv nützlich, um einem Gerät, das für den Elektroschrott bestimmt war, neues Leben einzuhauchen. Aber nichts hindert uns daran, noch etwas tiefer zu gehen.
Anfang Februar lernten wir zum Beispiel das Mobiltelefon kennen, das die Ingenieurin Justine Haupt entworfen hat, mit einer besonderen Eigenschaft: einer Wählscheibe Kurz gesagt wollte Justine den Komfort eines Mobiltelefons ohne dessen Ablenkungen oder typische Schwächen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: Anstatt die Wählscheibe zum Handy zu bringen, bringt man das „Mobiltelefon“ in ein Wählscheibentelefon. Wie genau funktioniert das? Hier ist ein Video:
Der Nutzer „Proton Gamer“ erklärt in seiner Anleitung, wie man den Elektromagneten des Wählscheibentelefons zum Arbeiten bringt (theoretisch braucht man mehr als 50 V, aber mit 8,4 V sollte das für ein gutes Klingeln reichen) und wie man die Komponenten für die ersten Tests anschließt. Danach konzentriert er sich auf die Lautsprecher- und Mikrofonanschlüsse und auf die Wählscheibe (übrigens, wussten Sie, dass Sie damit auch die Lautstärke in Windows einstellen können?).
Insgesamt werden also vier Materialien benötigt (zusätzlich zum Telefon): ein Arduino Uno oder ein kompatibles Board mit ATmega328, ein DRV8833-Modul (empfohlen mit Breakout), eine Stromversorgung (zwischen 7,4 und 10,8 Volt) und ein SIM900-Modul mit einer kleinen Modifikation. Der Preis für das SIM900 ist recht vernünftig (etwa 8 oder 9 Dollar bei AliExpress/eBay), aber Sie müssen überprüfen, ob es mit Ihrer Region kompatibel ist. Das SIM900 unterstützt nur 2G, und viele Länder haben diese Netze bereits abgeschaltet, obwohl sie in Spanien und Lateinamerika noch aktiv sind. Das Wochenende steht vor der Tür – warum nicht einfach mal ausprobieren?
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