Das gehört definitiv in die Kategorie „Internet of Shit“: Der Evowera Planck Mini ist eine „intelligente“ Zahnbürste, die für die Kleinen im Haus gedacht ist. Mit Hilfe eines ESP32-C3, eines LCD-Displays, WiFi-Konnektivität und einer offiziellen App können besorgte Eltern die Zahngesundheit ihres Nachwuchses genau überwachen. Doch Aaron Christophel entdeckte nicht nur, dass es extrem einfach ist, diese Zahnbürste zu hacken, sondern tat auch das, was jeder erwartet hatte: Doom installieren.
Die Verzweiflung einiger Unternehmen, ihre Produkte in „Smart“-Produkte zu verwandeln oder künstliche Intelligenz in ihre Dienste zu integrieren, hat absurde Ausmaße angenommen, und eines der besten Beispiele ist der Evowera Planck Mini. Diese „intelligente“ Zahnbürste kostet mehr als 55 Dollar auf ihrer offiziellen Seite… und ist nicht einmal eine elektrische Zahnbürste. Sie verfügt über ein 0,96-Zoll-LCD-Display, einen ESP32-C3 und WiFi-Konnektivität, aber es gibt keinen Motor im Inneren.
Die gesamte Elektronik dient dazu, das Zähneputzen zu „gamifizieren“, indem die Daten eines Algorithmus, eines Gyroskops und eines Drucksensors kombiniert werden, damit Kinder die schwierigeren Stellen erreichen können. Gleichzeitig hilft die offizielle App den Eltern, die Leistung ihrer Kleinen zu visualisieren – eine überhaupt nicht verstörende Aktivität (?). Dieses Ding schreit jedoch förmlich danach, gehackt zu werden, und genau das tat Aaron Christophel:
„Das Internet der unsicheren Dinge vs. Zahnbürsten, ft. Doomguy“
Aaron erklärt in seinem Video, dass die „intelligente“ Zahnbürste versucht, sich mit einem drahtlosen Netzwerk mit der SSID „evowera“ und dem Passwort „12345678“ zu verbinden. Dadurch kann sie neue Firmware-Updates erhalten und installieren, aber da es keine zusätzlichen Überprüfungen gibt, war es für Aaron sehr einfach, ein Netzwerk mit den genauen Anmeldeinformationen zu erstellen, die die Zahnbürste sucht (mit einem anderen ESP8266-Modul) und eine benutzerdefinierte Firmware zu laden. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, muss sich die Zahnbürste nur noch automatisch neu starten und die neue Firmware ausführen.
Aaron hat sich auch darum gekümmert, den Pinout des ESP32-C3 der Zahnbürste zu identifizieren, um direkt darauf zugreifen zu können, aber das i-Tüpfelchen ist die Installation von Doom. Auch wenn es nicht möglich ist, eine vollständige Retail-Version des Spiels zu verwenden, reicht dieses ESP32-kompatible MiniDoom aus, um Dämonen zu erledigen. Alle benötigten Dateien und der Doom-Build wurden bereits auf seinem GitHub-Profil veröffentlicht. Links unten!
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