Spotify auf einem Amiga 500: Retro-Musik auf einem anderen Level
Amiga 500

Die Popularität des Dienstes Spotify spricht für sich, aber ein weniger bekannter Aspekt ist das latente Potenzial seiner API. Anfang März haben wir uns Spotify TUI angesehen, das uns den Zugriff auf Spotify über ein Terminal ermöglicht und so ein klassisches Retro-Erlebnis bietet. Aber wir können mit Hilfe von einem Amiga 500, einer speziellen Erweiterungskarte und einem Raspberry Pi als Muskel noch einen Schritt weiter gehen. Das Ergebnis? Spotify auf einem Amiga 500.

Der Amiga 500 markierte eine Art „Rückkehr zu den Wurzeln“ für Commodore. Er debütierte Mitte 1987 (je nach Region zwischen April und Oktober), wurde als kostengünstige Alternative zum Amiga 2000 vorgestellt und brauchte nicht lange, um sich zum meistverkauften Modell der gesamten Serie zu entwickeln, besonders in Europa. Mehr als drei Jahrzehnte später sind die Fans des Amiga 500 nirgendwohin gegangen und erreichen mit ihren Systemen Dinge, die in den frühen Jahren unmöglich gewesen wären.

Eine der interessantesten Herausforderungen für jeden Fan ist es, den Amiga 500 mit modernen Diensten zu verbinden, und so kommen wir zu David Arvidssons persönlichem Projekt, der nach einigen Schwierigkeiten den klassischen Heimcomputer mit Spotify verbinden konnte. Dafür sind zwei Komponenten nötig: Einerseits eine A314-Erweiterungskarte, die in den verfügbaren Steckplatz im Amiga 500 geht, und andererseits ein Raspberry Pi, der über einen GPIO-Header mit der Karte verbunden ist. Mit anderen Worten: Die A314-Karte dient als Brücke, damit der Amiga 500 und der Raspberry Pi über gemeinsamen Speicher kommunizieren.

Nachdem David mit der Wiedergabe von MP3-Dateien experimentiert hatte, kam er zu dem Schluss, dass es interessant wäre, Audio von Spotify einzuspeisen, und sein Freund David Jensen schickte ihm einen Link zu Raspotify, einem Spotify-Connect-Client, der mit dem Raspberry Pi kompatibel ist. Zunächst hatte Arvidsson Probleme mit dem ALSA-Plugin, aber wieder einmal kam sein Freund zur Rettung und empfahl das Dienstprogramm SoX. Ein paar Stunden später begann Spotify über den Paula-Chip des Amiga 500 zu spielen.

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Auf Davids offizieller Seite (Link unten) findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Raspotify und SoX zusammen mit allen Abhängigkeiten auf dem Raspberry Pi zu installieren und den Amiga 500 zu konfigurieren. Die Lösung ist sehr sauber und erfordert keinen großen Hack am Amiga 500, wodurch seine ursprüngliche Integrität geschützt bleibt. Das Schwierige ist, die A314-Karte zu bekommen. Eine saubere DIY-Leiterplatte kostet etwas weniger als 20 Euro, aber mehr als 100 Euro musst du bezahlen, wenn du eine „plug and play“-Alternative bevorzugst.

Offizielle Website: Klicke hier