Ein am 23. September 2026 bei arXiv eingereichtes Paper berichtet, dass IBMs Quantenprozessor Nighthawk r2 eine Million Stichproben für Random-Circuit-Sampling (RCS) in 19 Sekunden erzeugte. Für dieselbe Aufgabe veranschlagen die Autoren auf dem Supercomputer Frontier mehr als ein Jahrhundert – als modellierte Laufzeit unter den Annahmen ihrer Simulation.

IBM Nighthawk r2: eine Million Stichproben in 19 Sekunden

Die Gegenüberstellung bezieht sich auf dieselbe RCS-Aufgabe. Der Wert für Nighthawk r2 ist die berichtete Ausführungszeit; die Frontier-Zeit ist eine Schätzung auf Basis eines Rechenmodells.

SystemZeit für eine Million StichprobenGrundlage
IBM Nighthawk r219 SekundenBerichtete Ausführung auf dem Quantenprozessor
FrontierMehr als ein JahrhundertModellierte Schätzung unter den im Paper genannten Annahmen

Die Forschenden nutzten 61 der 120 Qubits des Prozessors. Die Schaltung hatte eine quadratische Gitteranordnung; ausgeführt wurde sie mit nativen CZ-Gattern über IBMs regulären Cloud-Stack, ohne eine eigens für den Benchmark vorgenommene Kalibrierung. Am Vergleichspunkt mit 36 Zyklen umfasste die Schaltung 918 Zwei-Qubit-Gatter.

Für die klassische Simulation kalkuliert das Paper rund 1,2 × 10²⁷ Maschinenoperationen. Die Schätzung beruht auf einer Tensor-Netzwerk-Simulation und Rejection Sampling mit begrenzter Fidelity sowie günstigen Speicherannahmen.

Was Random-Circuit-Sampling prüft

Beim Random-Circuit-Sampling werden Ausgaben zufällig aufgebauter Quantenschaltkreise als Stichproben erfasst. Nighthawk r2 bearbeitete damit eine klar definierte Benchmark-Aufgabe; der Vergleich mit Frontier bezieht sich auf die modellierte Simulation genau dieser Stichproben.

Wie die Forschenden die Stichproben prüften

Die Autoren berichten, dass die Ergebnisse zweier Fidelity-Schätzverfahren an den jeweils untersuchten Schaltungstiefen übereinstimmten. Dazu gehörten Mirror-Benchmarking für Schaltungen mit 4 bis 40 Zyklen sowie Drei- und Vier-Patch-Schätzungen des Cross-Entropy-Benchmarkings (XEB) für 20 bis 40 Zyklen. Am 36-Zyklen-Punkt lag die XEB-Fidelity bei 2,3 × 10⁻³.

Was der Benchmark über Quantenvorteil aussagt

Der berichtete Quantenvorteil bezieht sich auf diesen RCS-Benchmark und den dafür angesetzten klassischen Rechenweg. Die mehr als hundert Jahre für Frontier sind eine modellierte Schätzung, deren Umfang von den verwendeten Simulationsmethoden und den zugrunde gelegten Speicherannahmen abhängt.