Survivor Library: Eine Bibliothek gegen den Weltuntergang
Survivor Library

Essen? Erledigt. Wasser? Erledigt. Medikamente? Erledigt. Waffen? Erledigt. Und den Stromgenerator reparieren, der in einer Ecke Staub sammelt? Die Informationen dafür finden sich höchstwahrscheinlich im Internet. Und raten Sie mal? Im Falle einer globalen Katastrophe wird zuerst unsere fragile Infrastruktur zusammenbrechen. Hier kommt Survivor Library ins Spiel, eine Bibliothek voller Daten, um das zu bewältigen, was „nach“ der Apokalypse kommt.

Wenn alle Maschinen stillstehen

Stellen Sie sich einen Tag vor, an dem alle Maschinen stillstehen. Keine Autos, keine Handys. Radios senden nichts, und die Grunddienste werden unterbrochen. Wie gut sind Sie darauf vorbereitet? Wenn Sie das für übertrieben halten oder für bloße Science-Fiction, bedenken Sie Folgendes: Im September 1859 beeinträchtigte das sogenannte Carrington-Ereignis, ein geomagnetischer Sonnensturm, die Telegrafennetze in Europa und den USA. Die meisten fielen aus, andere gaben ihren Bedienern Stromschläge, und eine kleine Gruppe funktionierte weiterhin ohne angeschlossene elektrische Energie.

Bereits 2013 berechnete der Versicherer Lloyd’s of London den wirtschaftlichen Schaden, den ein solcher Sturm heute verursachen würde: 2,6 Billionen Dollar ... nur in den USA. Im Wesentlichen könnte die Welt den Bach hinuntergehen, und wenn dieser Moment kommt, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns allein zu verteidigen.

Survivor Library: Eine Bibliothek gegen den Weltuntergang
Es sei denn, das Erkunden von Bibliotheksruinen hat Priorität – Survivor Library ist eine ausgezeichnete Option („La Biblioteca“, Lori Nix, 2007)

Information ist überlebenswichtig

Es gibt eine Ressource, die so wichtig ist wie Wasser und Waffen: Information. Ein Fahrzeug zu reparieren, Medikamente zu improvisieren, richtig zu kochen und sogar einen Zahn zu ziehen – das kann den Unterschied machen, ob man Teil der Geschichte bleibt oder einen weiteren Tag überlebt, um davon zu erzählen. Survivor Library ist ein Projekt, das mehr als 250 Gigabyte an Büchern anbietet, die auf das Überleben unter elementarsten Bedingungen ausgerichtet sind.

Möchten Sie Lebensmittel haltbar machen? Die Menschheit hat Lebensmittel jahrhundertelang in der Sonne getrocknet und gesalzen. Müssen Sie Ihre Hände desinfizieren? Nichts besser als ein Text von einem Militärarzt aus dem frühen 20. Jahrhundert mit zahlreichen Empfehlungen. Und was ist mit unserem Schuhwerk? Ein Buch mit über 300 Seiten kann Ihnen alles über Leder- und Gummi-Reparaturen beibringen. All das und noch viel mehr bietet Survivor Library kostenlos.

Survivor Library: Eine Bibliothek gegen den Weltuntergang
Praktische und uralte Weisheit, aber nur auf Englisch

Der Haken an der Sache

Natürlich gibt es einen Haken: Die Texte sind zwar kostenlos und frei zugänglich, aber alle in digitaler Form (und auf Englisch). Und wenn die unvermeidliche Zombie-Invasion uns trifft, werden E-Reader nicht gerade Priorität haben. 250 Gigabyte an Büchern auszudrucken ist unrealistisch. Daher empfiehlt die offizielle Seite, die Bibliothek herunterzuladen und auf optischen Datenträgern zu speichern. Alternativ kann man eine Faraday-Box vorbereiten, um dort Komponenten aufzubewahren, die das Lesen der Bücher ermöglichen – wie USB-Sticks, weniger genutzte Laptops, Solarladegeräte, Batterien und anderes Zubehör.

Ob destillierter Neoluddismus oder simple Vorsicht – Survivor Library erweist sich als hervorragende Ressource mit vielen Daten, die es auf Wikipedia nicht gibt und die ohne Digitalisierung mit der Zeit verloren gegangen wären.

Offizielle Website:

https://old.neoteo.com/caja-faraday-construir-una-caja-anti-espionaje/