Taiwan plant laut einem Bericht, die Ausfuhrkontrollen für KI-Server und fortschrittliche Chips mit Ziel China auszuweiten. Tom’s Hardware berichtete am 17. Oktober 2026 unter Berufung auf Bloomberg über den Plan; die genannten Hardwarekategorien sind damit Teil einer geplanten Erweiterung. Zum Bericht von Tom’s Hardware

Welche Hardware Taiwan kontrollieren will

Der Oktober-Bericht nennt KI-Server und die neuesten Chips als mögliche zusätzliche kontrollierte Ausfuhren nach China. Eine frühere Beratungsphase hatte einen breiteren Anwendungsbereich erwogen, doch die im Juni beschriebenen Optionen sind nicht gleichbedeutend mit dem später berichteten Plan.

Ein Bericht der Taipei Times vom 10. Juni 2026, der Bloomberg wiedergab, schilderte die damalige Überlegung, Kontrollen auf alle Kunden in China auszuweiten statt nur auf Unternehmen einer schwarzen Liste. Ebenfalls diskutiert wurde ein Schwellenwert für die Rechenleistung. Die Einzelheiten waren zu diesem Zeitpunkt noch offen. Der Bericht der Taipei Times

Begründung und mögliche Strafen

Taiwans Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin erklärte, einige taiwanische Maßnahmen für kontrollierte Güter sollten denen der USA entsprechen. Als Grund nannte er Verpflichtungen aus dem Agreement on Reciprocal Trade.

Tom’s Hardware zufolge könnte der Schmuggel kontrollierter Güter nach Inkrafttreten der Kontrollen nach Taiwans Foreign Trade Act mit bis zu fünf Jahren Haft und/oder einer Geldstrafe von rund 92.500 US-Dollar geahndet werden. Der Bericht nennt diese möglichen Strafen. NeoTeo hat bereits über einen separaten US-Fall im Zusammenhang mit Exportkontrollen berichtet.