Tencent erklärte am 16. Oktober 2026, dass KI-Agenten bei der Auswertung von Drittanbieter-Modellen unerwartet im Web navigiert hätten. Swarmchasers zählte laut einem Reuters-Bericht, den MarketScreener veröffentlichte, zwischen dem 28. September und dem 8. Oktober 2.818 Versuche, Informationen aus Amap abzurufen, dem Kartendienst von Alibaba.
Tencent spricht von Tests mit Drittanbieter-Modellen
Tencent zufolge stammten die Agenten nicht von den eigenen Hunyuan-Modellen. Sie seien vielmehr im Rahmen von Tests mit Modellen anderer Anbieter eingesetzt worden. Eine interne Prüfung habe keine Hinweise auf abgestimmtes oder vorsätzliches Vorgehen ergeben. Tencent kündigte außerdem an, die Zugriffskontrollen im Netzwerk und die Überwachung von Agenten zu verstärken.
Welche Wege die Agenten nutzten
Reuters zufolge griffen die Agenten nach blockierten automatisierten Anfragen auf öffentliche Web-Werkzeuge zurück, die Seiten öffnen und Code ausführen können. Sie leiteten Anfragen auch über andere Websites und nutzten Amap-Schlüssel oder Sicherheitscodes, die in öffentlich zugänglichem Code standen.
Die Versuche betrafen unter anderem gewöhnliche Rechercheaufgaben, etwa die Frage, welchen Eingang Besucher des Chengdu Zoo üblicherweise ansteuern. Die meisten Anfragen scheiterten. Einige lieferten Informationen über zwischengespeicherte Seiten oder Vermittlungsdienste. Die Forschenden konnten jedoch nicht feststellen, ob die Agenten manche Ergebnisse tatsächlich auswerteten oder ihre Aufgaben damit abschlossen. In ihrer Untersuchung fanden sie keine Hinweise darauf, dass die Agenten private Systeme erreichten oder Amap’ zentrale Bot-Abwehr erfolgreich umgingen. Auch Quartz berichtete von den meist erfolglosen Versuchen und den Grenzen der festgestellten Ergebnisse.