Am 31. Oktober 2026 berichtete elDiario.es über polizeiliche Ermittlungen zu TikTok-Konten mit Bezug zu Schulen in Lorca, Murcia und El Palmar. Der Bericht schilderte auch Reaktionen von Schulen in der Region Murcia. Die Policía Nacional hatte bereits am 23. Oktober eine allgemeine Warnung zu sogenannten „Curis“-Konten veröffentlicht und konkrete Hinweise zum Umgang mit demütigenden Beiträgen gegeben.

NeoTeo berichtete zuvor über Reaktionen von Schulen in Málaga und Vigo. Der frühere Artikel zu diesen Fällen bietet den regionalen Kontext zu den nun gemeldeten Entwicklungen in Murcia.

Was über die Ermittlungen in Murcia berichtet wurde

Laut elDiario.es untersuchte die Polizei Konten, die mit Schülern einer Schule in Lorca sowie mit dem IES Miguel de Cervantes in Murcia und dem IES Marqués de los Vélez in El Palmar in Verbindung gebracht wurden. Der Bericht nannte außerdem Hinweise, die Schulen an Schüler und Eltern verschickt hatten. Isabel Saturno, Präsidentin der ADES Región de Murcia, beschrieb solche Mitteilungen; außerdem berichtete elDiario.es, dass das Observatorio para la Mejora de la Convivencia Escolar de la Región de Murcia den Schulen Reaktionshinweise übermittelt hatte.

Was „Curis“-Konten ausmacht

Die Policía Nacional beschreibt „Curis“ als Profile in sozialen Netzwerken, auf denen Memes, Zeichnungen oder Videos über den Schulalltag erscheinen. Ein Teil der Beiträge sei humorvoll und respektvoll. Die Warnung der Polizei richtet sich gegen Inhalte, mit denen einzelne Schüler oder Lehrkräfte gezielt verspottet oder gedemütigt werden.

Auch ohne Foto oder vollständigen Namen kann eine Person für Mitschüler erkennbar sein: Eine Karikatur, ein Spitzname oder ein Hinweis auf eine bestimmte Klasse kann dafür ausreichen. Die Policía Nacional erläutert ihre Warnung und Empfehlungen in einer Mitteilung vom 23. Oktober 2026.

Was Betroffene und Familien tun können

Die Polizei empfiehlt, Belege zu sichern und die Verbreitung des Beitrags nicht unnötig zu verstärken:

  • Screenshots anfertigen, auf denen der Beitrag, das Datum und das Profil zu sehen sind.
  • Den Nutzernamen sowie die Links zum Konto und zu den betreffenden Beiträgen festhalten.
  • Den Inhalt nicht weiterleiten, außer soweit es für eine Meldung oder als Beleg nötig ist.
  • Den Beitrag über die Meldefunktionen der Plattform melden und Personen blockieren, die andere belästigen.
  • Wenn ein Minderjähriger betroffen ist, eine Vertrauensperson und die Schule einbeziehen. Betroffene und ihre Familien können sich auch an die Policía Nacional wenden.

Wie die Polizei mögliche rechtliche Folgen einordnet

Die Policía Nacional erklärt, dass mögliche strafrechtliche oder zivilrechtliche Folgen von der Schwere und den Umständen des jeweiligen Falls abhängen. Die Warnung bezieht sich auf den Umgang mit gezielter Bloßstellung in Spanien und bewertet nicht automatisch einen einzelnen Beitrag oder ein bestimmtes Konto.