Im Laufe der Jahre hat Windows viele Details seiner Firewall optimiert, aber die Benutzeroberfläche gehört sicherlich nicht dazu. Die erweiterten Optionen verbessern die Beziehung zum Benutzer kaum, und nicht selten erscheinen die Pop-ups, die bestimmte Prozesse autorisieren sollen, nie. Wenn du nach einer anderen und effizienteren Möglichkeit suchst, die in Windows integrierte Firewall zu verwalten, solltest du TinyWall eine Chance geben.
Unter normalen Umständen sollte die Windows-Firewall mehr als ausreichend sein, um sich vor einer externen Bedrohung zu schützen. Allerdings wird der Ausdruck „normale Umstände“ in Windows-Umgebungen tagtäglich herausgefordert. Neben der immer vorhandenen Malware, die versucht, sich durchzusetzen, wird der durchschnittliche Benutzer sicherlich ein oder mehrere Programme finden, die besondere Berechtigungen benötigen, um eine Firewall zu passieren. Die Frage ist: Wie viele Berechtigungen müssen wir tatsächlich erteilen? Viele Programme, die deinstalliert werden, hinterlassen Spuren ihres Aufenthalts auf unserem Computer in Form von verwaisten Firewall-Einträgen. Und dazu kommen noch einige obligatorische Besuche im erweiterten Bereich, wo es sehr leicht ist, Probleme zu verursachen.
TinyWall: Kleine und leichte Firewall
Eine gute Lösung, um all diesen Lärm zu vermeiden, ist TinyWall. Sobald das Programm ausgeführt wird, befindet es sich in der Systemablage, und von dort aus haben wir verschiedene Optionen zur Verfügung. Die drei wichtigsten erlauben uns, den Zugriff von Programmen über ihre ausführbare Datei, ihren residenten Prozess oder das aktive Fenster zu autorisieren. Danach erscheint der Lernmodus, in dem TinyWall versucht zu erkennen, welche Prozesse legitim sind (z.B. Webbrowser), um dann die richtige Berechtigung zu generieren. Schließlich lässt uns TinyWall alles manuell steuern, Verbindungen blockieren und öffnen oder Berechtigungen direkt über seine Benutzeroberfläche erstellen.
Eigenschaften von TinyWall
- Es belästigt dich nicht mit Pop-ups, ist aber über seine Benutzeroberfläche sehr einfach zu verwalten
- Blockiert Tausende von Trojanern, Viren und Würmern
- Erfordert keine fortgeschrittenen Kenntnisse über Ports, Protokolle oder Anwendungsdetails
- Verhindert, dass bösartige Programme die Einstellungen der Windows-Firewall ändern
- Installiert keine Treiber oder andere Kernel-Komponenten
Und wenn du plötzlich feststellst, dass sich einige Software nach der Installation von TinyWall nicht verbinden kann, mach dir keine Sorgen: Du musst nur den betreffenden Prozess zur Ausnahmeliste hinzufügen. Andere Programme erfordern etwas mehr Arbeit, aber nichts Außergewöhnliches, und ich bestehe darauf, dass dieser zusätzliche Austausch sich lohnt, um eine effizientere Kontrolle über die Firewall zu erhalten. TinyWall benötigt das .NET Framework und funktioniert mit allen Windows-Versionen ab Vista. Ach, noch etwas: Es bietet Unterstützung für die spanische Sprache.