Es ist wahrscheinlich, dass einige unserer Leser sich an die erste Version des Mikrocomputers VoCore erinnern, die mit vorinstalliertem Linux kam und so groß wie eine Münze war. Dreißig Monate später kehren die Verantwortlichen dieses Projekts mit dem VoCore2 zurück, einer viel leistungsfähigeren und effizienteren Version als das Original. Der VoCore2 startete seine Crowdfunding-Kampagne zu einem Preis von nur vier Dollar, aber alle Exemplare waren innerhalb weniger Tage ausverkauft.
Mit jeder neuen Generation ist es unvermeidlich, dass bestimmte Produkte ihren Preis senken oder als Alternative eine größere Anzahl von Funktionen zum gleichen Preis bieten. Das bekannteste Beispiel ist der Raspberry Pi, dessen dritte Version einen Quad-Core-SoC mit 1,2 GHz und kabellose Konnektivität enthält. Die Welt der kompakten Computer ist jedoch voller Optionen. Einige sind viel schwieriger zu bekommen als andere, aber das schmälert nicht ihren Wert in Bezug auf Leistung und Preis. Wenn wir uns erinnern: Im Mai 2014 wurde der VoCore vorgestellt, ein auf Linux basierender Mikrocomputer, der als Router und vieles mehr fungieren konnte. Vor etwa zwanzig Tagen beschlossen die Entwickler des VoCore, mit dem VoCore2 zu Indiegogo zurückzukehren.
Der VoCore2 geht den Weg des Routers, aber er kann viel mehr. Mit ein paar Befehlen von einem kompatiblen Terminal aus kann der VoCore2 Musik drahtlos abspielen oder sich in ein Entwicklungsboard verwandeln. Ein USB-Port in voller Größe ermöglicht den Anschluss einer kleinen Webcam, und mit einem microSD-Steckplatz sind die Software-Möglichkeiten sehr groß.
Technische Daten
Der VoCore2 lässt den Ralink-Chip mit 360 MHz der ersten Version hinter sich und verwendet einen MediaTek MT7688AN mit 580 MHz. Der Arbeitsspeicher wächst von 64 auf 128 Megabyte, während der interne Speicher 8 oder 16 Megabyte beträgt. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei nur 74 mA, fast 50 Prozent weniger als beim ersten Modell.
Preis und Verfügbarkeit
Die Lite-Version des VoCore2 (64 MB - 8 MB) startete zu einem Preis von vier Dollar und war mit nur 500 Exemplaren zuerst ausverkauft. Wer jetzt einen VoCore2 möchte, muss 12 Dollar für die höhere Version zahlen, allerdings ohne Versandkosten. Wenn alles gut geht (und wenn wir uns an die erste Kampagne halten, wird das so sein), beginnen die Auslieferungen im Januar nächsten Jahres.