Voltus ist nach einem Bericht vom 19. Oktober 2026 für Googles Kapazitätsverpflichtung im PJM-Strommarkt verantwortlich. Die Vereinbarung, die Google im Juni 2026 ankündigte, sieht ein drei Jahre laufendes virtuelles Kraftwerk mit einer geplanten Leistung von 100 Megawatt (MW) vor. Voltus soll es betreiben und dezentrale Ressourcen von Privat-, Gewerbe- und Industriekunden bündeln.
Welche Rolle Voltus übernimmt
Utility Dive berichtete am 19. Oktober, Voltus sei für Googles Kapazitätsverpflichtung aus dem Vertrag verantwortlich. Voltus soll außerdem als Betreiber und Aggregator die Kundenressourcen im PJM-Gebiet zusammenführen.
Ein virtuelles Kraftwerk (VPP) koordiniert dezentrale Energieanlagen und flexible Stromverbräuche, damit sie gemeinsam für das Stromsystem eingesetzt werden können. Ein Aggregator bündelt solche Anlagen und Lasten. So lassen sie sich als koordinierte Ressource nutzen, statt jede für sich zu betrachten.
Warum Google Kundenressourcen einbezieht
Amanda Peterson Corio, bei Google für Rechenzentrumsenergie zuständig, erklärte laut einem Bericht vom 3. Juni 2026, Zahlungen an andere Stromkunden für eine Verlagerung ihres Verbrauchs könnten schneller und kostengünstiger sein, als sich ausschließlich auf Flexibilität in Googles eigenen Rechenzentren zu verlassen. Sie verwies darauf, dass die dort eingesetzten Chips hohe Investitionen erfordern und laufen müssen, um Googles Kunden zu bedienen.
Als mögliche Ressourcen, die virtuelle Kraftwerke bündeln können, nennt der Bericht Elektroautos, intelligente Thermostate und Batteriespeicher. Diese Beispiele stehen für unterschiedliche Wege, Verbrauch zu verschieben oder Energie bereitzustellen.
Was die 100 MW beschreiben
Die 100 MW beziffern die geplante Leistung des Google-Voltus-Projekts; der Vertrag ist auf drei Jahre angelegt. Megawatt messen Leistung. Die Zahl beschreibt damit den geplanten Umfang des Kraftwerks, nicht eine über einen Zeitraum gelieferte Energiemenge.