Ein konkretes Beispiel zeigt, wie ein älteres Android-Handy als Smart-Home-Fernbedienung dienen kann: Adam Davidson nutzte ein Samsung Galaxy S8 als Touchscreen für ein vereinfachtes Home-Assistant-Dashboard. Ein Verwandter konnte damit laut seinem Bericht Licht, Heizung und Fernseher bedienen.
Das Galaxy S8 als Gast-Dashboard
Das Handy zeigte klar beschriftete Bereiche für Licht, Heizung und Fernsehen. Bei den Lampen ließen sich Räume auswählen und Lichtschalter sowie Helligkeit bedienen. Die Heizungsseiten boten die Wahl zwischen dem ganzen Haus und dem Gästezimmer samt Temperaturreglern. Für den Fernseher gab es Streaming-Auswahl sowie Tasten für Ein/Aus, Navigation, Wiedergabe und Lautstärke.
Die Idee: Statt Gästen eine gewöhnliche Fernbedienung mit schwer erkennbaren Tasten zu überlassen, zeigt ein Touchscreen, welche Funktionen sich auswählen lassen. Davidsons Bericht beschreibt ein einzelnes Galaxy-S8-Beispiel.
Vollbild und App-Pinning halten die Bedienfläche bereit
Davidson nutzte Fully Kiosk Browser, um das Dashboard ohne Browserleisten und andere Ablenkungen im Vollbild anzuzeigen. Zusätzlich hielt er es mit dem Android-App-Pinning auf dem Bildschirm. In seiner Einrichtung ließ sich die angeheftete Ansicht erst verlassen, wenn Zurück- und Übersichtstaste gleichzeitig gedrückt und anschließend die PIN des Handys eingegeben wurden.
App-Pinning hält die Anzeige in der App. Es regelt nicht, welche Geräte jemand über Home Assistant bedienen darf.
Was ein Gastkonto ohne Adminrechte kann
Home Assistant unterscheidet zwischen einem Benutzerkonto zur Anmeldung und einer „Person“ für die Anwesenheitserkennung. Ein Benutzer ohne zugeordnete Person kann sich anmelden, ohne für Anwesenheitsfunktionen erfasst zu werden. Home Assistant nennt ein lokales Konto für ein Wandtablet oder einen Kiosk als möglichen Anwendungsfall.
Ein Nicht-Administrator kann Home Assistant nutzen und die eigenen Dashboards sehen, aber weder die Konfiguration noch die Systemeinstellungen aufrufen. Diese Rolle begrenzt den Zugang zur Systemverwaltung; sie ist keine ausgewiesene Sperre für einzelne Dashboard-Schaltflächen.
Dashboard oder separater IR/RF-Sender?
Beide Wege nutzen das Handy als Bedienoberfläche, steuern Geräte aber unterschiedlich: Ein Home-Assistant-Dashboard zeigt antippbare Steuerelemente. Ein separater Sender überträgt Infrarot- oder Funksignale an Geräte, die solche Fernbedienungen nutzen.
| Steuerungsweg | Aufgabe des Handys | Typischer Einsatz im beschriebenen Beispiel |
| Home-Assistant-Dashboard | Zeigt die Bedienelemente auf dem Touchscreen an. | Licht, Heizung und Fernseher über ein vereinfachtes Dashboard steuern. |
| Separater IR/RF-Sender | Bedient über die Smart-Life-App einen zusätzlichen Sender. | Geräte mit passenden Infrarot- oder Funksignalen steuern. |
Was die IR/RF-Demonstration zeigt
In einem 2023 veröffentlichten Video demonstrierte MovilAndroide einen anderen Aufbau mit der Smart-Life-App und einem separaten Infrarot-/Funk-Sender. Für die Ersteinrichtung verwendete er Bluetooth und WLAN im 2,4-GHz-Band. Infrarotgeräte ließen sich über eine Markenauswahl hinzufügen oder durch manuelles Anlernen einzelner Tasten einrichten. Das gezeigte Funkbeispiel arbeitete mit 433 MHz.
In dieser Demonstration ließen sich Infrarotgeräte nach der Verknüpfung von Smart Life mit Google auch per Google Assistant sprachsteuern. Die gezeigten Funkgeräte konnten laut MovilAndroide nicht direkt über Google Assistant bedient werden.
Für das gezeigte Garagentor nannte MovilAndroide zwei Voraussetzungen: Der Sender brauchte Strom und eine Internetverbindung. Garagenfernbedienungen mit Rolling Code, also wechselndem Funkcode, unterstützte dieser Sender nicht.