In Zeiten, in denen viele Portale davor warnen, einen neuen PC zu bauen, weil Grafikkarten so teuer sind, könnte man meinen, dass es auch bei Mini-PCs und Laptops keine guten Angebote gibt. Doch das stimmt nicht unbedingt. Wir haben uns das Build von Optimum angesehen und verraten euch, welche Komponenten in einem Mini-PC für rund 2.000 Dollar stecken.
Die neuesten Gerüchte besagen, dass Nvidia endlich die GeForce GTX 16-Serie in den Ruhestand schickt. Wer also eine günstige Option sucht, muss sich entweder mit der RTX 3050 mit 6 GB begnügen, nach Restbeständen der RTX-20-Serie Ausschau halten oder zu AMD wechseln. Die meisten Builds, die auf YouTube und anderen Plattformen gezeigt werden, zielen auf das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Aber was, wenn man sich in Nvidias „Sandkasten“ austoben möchte und ein Budget von 2.000 Dollar hat? Eine Option ist der ITX-Formfaktor – und das führt uns zurück zu Optimum, der einen hervorragenden Build präsentiert hat.
Wie viel Leistung steckt in einem 2.000-Dollar-Mini-PC?
Die Komponenten des Builds
Bevor wir loslegen, müssen wir den offensichtlichsten Punkt ansprechen: Das „Premium-ITX“-Segment ist weiterhin da, und viele Teile, die Optimum hier verwendet, sind wegen des kompakten Designs teurer. Aber wenn man einen High-End-Mini-PC bauen will, zögert man nicht lange.
Das Gehäuse ist ein Ncase Formd T1, das mit der Fractal Terra konkurriert. Optimum sieht die T1 eine Stufe höher – und das aus logischen Gründen –, aber die Fractal Terra macht auch eine gute Figur, besonders im Farbton „Jade“. Die Wahl des Prozessors, ein Intel Core i5-14400F, ist interessanter, als es scheint. Optimum bevorzugt einen solchen Chip, um mehr Budget für die Grafikkarte zu haben. Moderne Core-i5-Prozessoren sind eben anders als früher: Sowohl der 13400F als auch der 14400F besitzen zehn Kerne (6P/4E/16T) und haben eine offizielle TDP von nur 65 Watt, wodurch sie einfacher zu kühlen sind.
Das Mainboard ist ein Gigabyte B760I Aorus Pro – da kein Übertakten geplant ist, lohnt sich ein Z790 nicht. Dazu kommen 32 GB G.Skill Trident Z5 RGB DDR5 mit 6400 MHz, eine Samsung 980 NVMe mit 1 TB (das Mainboard hat hinten noch einen zusätzlichen M.2-Slot) und ein ID-Cooling IS-47-XT als Kühler. Als Netzteil empfiehlt Optimum ein Corsair SF750 SFX mit 750 Watt oder ein gleichwertiges Modell – das Lian Li SP750 ist etwas günstiger. Und dann wäre da noch das „Herzstück“ des Builds: eine Nvidia GeForce RTX 4080 Super. Mit einem Durchschnittspreis von rund 1.100 Dollar verschlingt die Grafikkarte mehr als die Hälfte des Budgets.
Performance und Temperaturen
Das System wird mit zwei Cooler Master Mobius 120p-Lüftern an der Oberseite abgerundet. Optimum hat sich nicht allzu sehr auf Benchmarks konzentriert, aber Helldivers II läuft mit über 110 FPS in High bei 1440p. Die Temperaturen sind für ein ITX-Design sehr vernünftig, selbst unter Extremlast wie Furmark, und der Prozessor verbraucht im Cinebench-Test ohne Leistungslimit etwa 100 Watt. Kurz zusammengefasst: Ja, es ist ein Biest. Nein, es ist nicht der effizienteste Weg, 2.000 Dollar für Hardware auszugeben. Und ja, ich würde definitiv etwas Ähnliches bauen, wenn ich könnte.