Die wichtigsten Nachrichten über Cyberangriffe konzentrieren sich meist auf Ziele mit sehr hohem Profil wie Konzerne und Regierungsbehörden, aber auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, kann auch der durchschnittliche Nutzer gehackt werden, und wenn ein Experte all seine Fähigkeiten einsetzt … gibt es vielleicht keine Grenzen. Ein Journalist beschloss, zwei Wochen lang das „freiwillige Opfer“ von Hackern zu sein, und die Ergebnisse waren erschreckend.

Was passiert, wenn ein Hacker eine normale Person angreift?
Hacking

Wenn jemand beschließt, die DEF CON-Konferenz zu besuchen, muss er genau verstehen, dass er vorsichtig vorgehen muss, besonders wenn er nichts über Computersicherheit weiß. Im Allgemeinen wollen diejenigen, die diesen Ort besuchen, nur ihre Fähigkeiten demonstrieren, aber in einer solchen Umgebung ist Vorsicht eine sehr gute Idee. Enthusiasten und Computerexperten zeigen ihre Fähigkeiten auf erstaunliche Weise, aber das Beunruhigendste ist, dass sie in manchen Fällen keine einzige Zeile Code schreiben müssen. Der Journalist Kevin Roose von der Sendung Real Future reiste im August 2015 nach Las Vegas, um die Aktivitäten auf der DEF CON 23 hautnah zu erleben, und führte ein sehr riskantes Experiment durch:

Wie könnte ein Hacker sein Leben ruinieren?

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Die ersten Teilnehmer waren Chris Hadnagy und Jessica Clark von Social Engineer Inc, einem Unternehmen, das sich mit der Bewertung der „menschlichen Schwachstellen“ anderer Unternehmen befasst, etwa eines Mitarbeiters, der während einer normalen Arbeitssitzung einfach zu viele Informationen preisgibt. Mit ein wenig „Vishing“ (Voice Phishing), einem YouTube-Video mit weinendem Baby, einer verzweifelten Stimme und einer Prise „Spoofing“ der Telefonnummer gelang es Jessica, innerhalb von 30 Sekunden Rooses persönliche E-Mail-Adresse zu erhalten, aber das ist noch nicht alles: Mit falschen Informationen schuf sie sich auch einen eigenen persönlichen Zugang zu Rooses Konto … und konnte sein Passwort ändern. All dies mit „null“ Code.

Roose beschloss, die Temperatur ein wenig zu erhöhen, und suchte den Sicherheitsforscher Dan Tentler, der seinen „Angriff“ gegen Roose mit einem falschen Link begann, der wie Squarespace aussah, das CMS, auf dem Roose seinen Blog betreibt. Roose klickte auf den Link … und das war es. Passwort des „Schlüsselbunds“, Bankdaten, Sozialversicherungsnummer, seine Aktien, RATting (zwei Tage Überwachung) … kurzum, totaler und absoluter Identitätsdiebstahl.

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Abschließend untersuchte Roose die Möglichkeit eines Hackers, der nicht ein Individuum, sondern eine Infrastruktur angreift. Das brachte ihn zu Marina Krotofil vom Europäischen Netzwerk für Cybersicherheit. Das riskanteste Ziel? Satelliten, GPS. Öltanker navigieren automatisch, und jeder Angriff auf das System könnte eine wirtschaftliche und ökologische Katastrophe verursachen. Das gesamte Video dauert nicht einmal 12 Minuten, aber jede Sekunde ist es wert.

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Quelle: thisisfusion