Die ersten durchgesickerten Builds

Letzten Donnerstag haben wir in unserem Artikel über Windows 10 Cloud über das Gerücht berichtet, dass Microsoft eine neue Variante seines Betriebssystems entwickelt, die mit den Chromebooks im Niedrigpreis-Markt konkurrieren soll. Ein markantes Merkmal von Windows 10 Cloud ist, dass es angeblich Kompatibilität mit den aus dem Store heruntergeladenen Apps bieten und die Ausführung herkömmlicher Software blockieren wird. In den letzten Stunden ist ein Insider-Build von Windows 10 Cloud ins Netz gelangt – und er entspricht genau dem, was wir erwartet haben.

Windows 10 Cloud geleakt: Genau wie erwartet
Windows 10 Cloud

Die Builds 15019 und 15025

Microsofts Fähigkeit, Geheimnisse zu bewahren, war noch nie die beste – obwohl ich persönlich etwas mehr Widerstand erwartet hätte. Die ersten Details zu Windows 10 Cloud kursierten bereits letzte Woche, doch heute haben wir nicht nur einen, sondern gleich zwei durchgesickerte Builds: 15019 und 15025. Wie wir feststellen konnten, installiert sich Windows 10 Cloud wie jede andere Edition von Windows 10, und die Oberfläche ist praktisch identisch. Der große Unterschied zu den größeren Geschwistern liegt jedoch in der App-Kompatibilität.

Die große Einschränkung: Win32 wird blockiert

Die Hauptstrategie von Windows 10 Cloud besteht darin, einen stärkeren Schwerpunkt auf universelle Apps aus dem offiziellen Store zu legen. Dazu blockiert es die Ausführung klassischer Win32-Software, genau wie bei Windows RT. Damals war es der Architekturwechsel, der Windows RT einschränkte, aber bei Windows 10 Cloud ist die Barriere für Win32 definitiv künstlich. Den verfügbaren Informationen zufolge fehlen dem Betriebssystem zwei erweiterte Elemente: die OneDrive-Integration und PowerShell, das einen Fehler „nicht kompatible Anwendung“ ausgibt (die Option, es auszuführen, existiert, das könnte sich also noch ändern). Das Sideloading von Apps funktioniert bis zu einem gewissen Punkt, es gibt keine Probleme beim Öffnen von Apps, die für Windows 8.x entwickelt wurden, und die Edge-Erweiterungen sind ebenfalls noch da.

Wie immer kann alles, was wir heute in Insider-Builds sehen, morgen verschwinden. Wir müssen also jedes dieser Details mit Vorsicht genießen. Dennoch bleibt die solideste Tatsache bestehen: Windows 10 Cloud ist real, und die Rolle, die die Gerüchte zuvor nahegelegt haben, scheint korrekt zu sein. Eine weitere gute Frage ist, welche Art von Hardware dieses Build ausführen wird. Wird Microsoft vielleicht Einschränkungen bei den Spezifikationen ankündigen, wie es damals bei Netbooks der Fall war?

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