Xodus Nexus lädt unterstützte Microsoft-Store-PC-Spiele und PC-Game-Pass-Titel auf das Steam Deck und führt sie lokal unter SteamOS aus. Das ist lokales Spielen statt Xbox Cloud Gaming: Die Spiele werden nicht von Xbox-Servern gestreamt. Welche Titel funktionieren, hängt vom jeweiligen Spiel ab.
Was Xodus Nexus auf dem Steam Deck macht
Xodus Nexus ist ein unabhängiger, inoffizieller Linux-Launcher. Er verbindet ein Microsoft-Konto mit berechtigten Spielen aus dem Microsoft Store und PC Game Pass. Die Spiele laufen über die Nexus Runtime, eine auf Proton basierende Laufzeitumgebung, die Windows-Spiele unter Linux ausführt. Die Projektdokumentation beschreibt die Voraussetzungen und den Ablauf.
Die Bibliotheksansicht enthält Filter, eine Suche und Spielkacheln. Der Launcher und einzelne Spiele lassen sich als Steam-fremde Verknüpfungen zur Steam-Bibliothek hinzufügen, sodass sie auch im Game Mode verfügbar sind. Dafür verlangt das Projekt die native Linux-Version von Steam; die Flatpak-Version wird nicht unterstützt.
Welche Spiele und Berechtigungen dazugehören
Ein Microsoft-Konto allein reicht nicht: Für ein Spiel brauchst du eine gültige PC-Spielberechtigung oder Zugriff über ein passendes Abonnement. Xodus Nexus kann laut Projekt sowohl eigene Microsoft-Store-PC-Spiele als auch Titel aus einem Abonnement anzeigen. Ein Kauf für eine Xbox-Konsole ist dabei nicht automatisch eine Lizenz für die PC-Version.
Cloud-Speicherstände und weitere Xbox-Funktionen wie Erfolge sind vom jeweiligen Spiel und Konto abhängig. Das Projekt beschreibt diese Funktionen nur für unterstützte Titel. Sie sind daher keine pauschale Zusage für die gesamte Bibliothek.
Offline spielen erfordert Vorbereitung
Bei unterstützten Spielen kann Xodus Nexus auch ohne Internetverbindung funktionieren. Dafür musst du den PC zunächst online in den Einstellungen als Offline-PC festlegen und jedes Spiel einmal mit Internetverbindung starten. Anschließend ist Offline-Spiel möglich, solange die von Microsoft ausgestellte Lizenz-Lease gültig bleibt. Online-Spiele benötigen weiterhin eine Verbindung zu ihren Servern.
Was die Kompatibilitätsliste aussagt
Die Kompatibilitätsliste des Projekts unterscheidet unter anderem zwischen spielbaren, teilweise funktionierenden, beim Start geprüften, ungeprüften und fehlgeschlagenen Titeln. Die Einträge beruhen auf manuellen Tests und Nutzermeldungen; sie können sich mit Aktualisierungen des Spiels, Backends oder der Runtime ändern. Ein Eintrag ist deshalb keine Leistungszusage für ein bestimmtes Steam Deck.
Was ein Test auf Steam Deck OLED beobachtete
Patrick O’Rourke berichtete am 31. Oktober 2026 über einen Test von Xodus Nexus 0.4.1 auf einem Steam Deck OLED. Bei Forza Horizon 6 kam das Spiel mit niedrigen Grafikeinstellungen knapp auf 30 fps; FSR 3.1 verbesserte das Ergebnis etwas. Tony Hawk’s Pro Skater 3+4 erreichte mit FSR und mittleren Grafikeinstellungen etwa 60 fps. Für Dredge nannte O’Rourke rund 90 fps und für Gears of War: E-Day 30 bis 33 fps.
In diesem Test starteten Star Wars: Outlaws, Far Cry 5 und Call of Duty: Black Ops 7 nicht. O’Rourke beschrieb außerdem eine teils verwirrende oder träge Navigation mit den eingebauten Bedienelementen. Der Game-Pass-Filter ließ sich bei ihm gelegentlich nicht öffnen; in diesem Fall funktionierten die physischen Tasten des Decks. Für die Anmeldung nutzte er eine Bluetooth-Tastatur und -Maus.
Die Ergebnisse sind Beobachtungen aus diesem Test und beziehen sich auf die genannte Version und das getestete Gerät. Sie sagen nicht voraus, wie ein anderer Titel oder eine andere Konfiguration läuft.