Berichte vom 2. Oktober 2026 zufolge entrichtet Amazon Web Services (AWS) für seine Rechenzentren in Aragón eine landesweite Quote der spanischen Steuer auf wirtschaftliche Tätigkeiten, des Impuesto sobre Actividades Económicas (IAE), an das Finanzministerium. Die Bürgermeister von El Burgo de Ebro und Villanueva de Gállego wollten sich zusammenschließen, um Einnahmen für ihre Gemeinden einzufordern.
AWS und die IAE in Aragón
Die berichtete Regelung umfasst demnach AWS’ Geschäftstätigkeit in ganz Spanien. AWS beruft sich laut Berichten darauf, dass das spanische Recht eine landesweite Zahlung ermöglicht.
Der IAE ist Spaniens Steuer auf wirtschaftliche Tätigkeiten. Für die Frage, wo die Einnahmen anfallen, ist die Ebene der Quote entscheidend: Eine nationale Quote hat einen anderen räumlichen Geltungsbereich als eine provinziale oder kommunale Quote.
Warum Kommunen eine lokale Zahlung verlangen
Die Bürgermeister von El Burgo de Ebro und Villanueva de Gállego wollten gemeinsam darauf hinwirken, dass ihre Gemeinden Einnahmen aus der wirtschaftlichen Aktivität erhalten. Vertreter von CEOE Aragón und dem Clúster de la Energía de Aragón argumentierten ebenfalls, Steuern sollten dort gezahlt werden, wo die wirtschaftliche Tätigkeit stattfindet.
Die IAE-Quoten in Spanien
Der spanische IAE-Tarif unterscheidet zwischen nationalen, provinzialen und kommunalen Mindestquoten. Diese Kategorien beschreiben die allgemeine Struktur des Tarifs. Im Fall von AWS wird eine landesweite Quote berichtet.
Weitere wirtschaftliche Rückflüsse
Die Branchenvereinigung Spain DC verweist auf Beschäftigung und Einkommensteuerzahlungen als weitere wirtschaftliche Rückflüsse aus Rechenzentren vor Ort. Die Einkommensteuer heißt in Spanien Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas (IRPF).