Ein zweiter Monitor ist eine der sinnvollsten Verbesserungen – fast so sinnvoll wie die Aufrüstung auf eine SSD. Doch das Budget macht nicht immer mit, und man muss mit dem arbeiten, was man hat. Die neuesten Windows-Versionen bieten virtuelle Desktops und Snap-Unterstützung, um Fenster besser zu verwalten. Es gibt aber etwas noch Bequemeres: Dualless, eine Chrome-Erweiterung, mit der sich zwei Monitore „emulieren“ lassen, indem der Browser automatisch in zwei Fenster geteilt wird – mit verschiedenen Proportionseinstellungen.
Ich habe kürzlich einen zweiten Monitor an meinen Rechner angeschlossen und muss gestehen, dass ich begeistert bin. Es ist nicht einmal ein neues Panel und es funktioniert eher als Fernseher denn als Monitor, aber die Vorteile sind enorm. Ein 24-Zoll-Monitor mit HDMI kostet durchschnittlich 110 Euro, und alles, was man braucht, ist ein zusätzlicher Videoausgang. Jeder kann das machen.
Was aber, wenn ein zweiter Monitor keine Option ist? Ich verstehe das nur zu gut, denn ich war selbst in dieser Lage (mehr als einmal). Dann bleibt nur, die vorhandene Bildschirmbreite effizienter zu nutzen. Gemeint ist, das 16:9-Format voll auszuschöpfen und so gleichsam zwei Monitore zu „emulieren“. Hier kommt Dualless ins Spiel, eine Chrome-Erweiterung, die den ganzen Vorgang auf ein paar Klicks reduziert.
Wie „emuliert“ man zwei Monitore im Browser mit Dualless?
Hier gibt es keinen komplizierten Trick: Der Entwickler selbst nennt Dualless „eine Dual-Monitor-Lösung für Arme“. Die Erweiterung teilt den Browser in zwei Fenster. Die Magie geschieht über die Hauptoberfläche, die mehrere Einstellungen für horizontal und vertikal bietet. Möchtest du eine exakte 50:50-Aufteilung? Klicke auf 5:5. Lieber 7:3 oder 6:4? Auch dafür gibt es Optionen. Der vertikale Modus ist für 4:3- oder 5:4-Monitore gedacht, aber nichts hindert dich daran, ihn auf einem Breitbildmonitor auszuprobieren.
Eine weitere Möglichkeit von Dualless ist das Speichern von Favoriten mit bestimmten Seiten. Wenn du zum Beispiel Facebook in einem Fenster und Twitter im anderen haben möchtest, weist du einfach jedem Fenster der Proportion einen Favoriten zu. Du kannst die Favoriten auch farblich trennen, um sie leichter zu erkennen. Um einen Favoriten zu löschen, musst du ihn zuerst bearbeiten und dann aus diesem Menü entfernen.
Zugegeben, es ist nicht dasselbe wie ein physischer zweiter Monitor, aber ich halte Dualless für eine bessere Option als Snap und die virtuellen Desktops von Windows. Heutzutage bleibt der Browser fast den ganzen Tag geöffnet, und es ist keineswegs abwegig, ihn so einzurichten, dass er den Platz auf dem Bildschirm besser nutzt.
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