Dank der Magie der Emulation ist es heute möglich, klassische Spiele mit einer Qualität zu genießen, die über der ursprünglichen Hardware liegt, aber die Vorteile hören hier nicht auf. Wenn man etwas zusätzliche Freiheit und die enorme Rechenleistung moderner Systeme hinzufügt, entstehen Entwicklungen wie 3DNES, ein Prototyp eines Emulators, der mehrere NES-Spiele in drei Dimensionen darstellen kann.

3DNES: Emulator verwandelt NES-Spiele von 2D in 3D
3DNES

Der Übergang vom 2D- zum 3D-Format war für die Spiele von damals nicht besonders einfach. Zu den positiven Beispielen zählt Super Mario 64, das viele heute noch als Beispiel zum Nachahmen sehen, während die Sonic-Reihe ein paar Schrecken in ihrem Repertoire hat. Der Wechsel von 2D zu 3D ist weit mehr als eine Änderung der Grafik. Wenn man nicht aufpasst, können kritische Aspekte der Spielqualität verloren gehen und das Potenzial ruinieren. Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt 3DNES, das vom vietnamesischen Entwickler Trần Vũ Trúc betreut wird. Das Ziel dieses Emulators ist es, 2D-Spiele der NES-Konsole in 3D zu konvertieren, aber es geht eigentlich weit über das Hinzufügen einer Z-Achse und das Verschieben von Sprites hinaus. Hier steckt definitiv etwas mehr dahinter.

Auf den ersten Blick verarbeitet der Emulator zusätzliche Details wie Schatten und Transparenzen, was an dedizierte Optimierungen für jeden Titel denken lässt, doch der Entwickler gibt an, dass es sich um einen einzigen allgemeinen Algorithmus zur Formerkennung handelt, der auf Basis der vom emulierten PPU erzeugten 2D-Bilder arbeitet – beim Original-NES ein Ricoh-RP2C02- oder 2C07-Chip – und in Echtzeit berechnet, um welche Art von 3D-Objekt es sich handeln sollte. 3DNES befindet sich seit Monaten in der Entwicklung, und seine rauen Kanten sind offensichtlich, aber nach den im Video gezeigten Titeln zu urteilen, werden wir in Zukunft sehr interessante Transformationen sehen.

Wer 3DNES auf dem eigenen Rechner ausprobieren möchte, muss sich noch gedulden, denn es gibt noch keinen lokalen Build. Alternativ steht eine Online-Beta zur Verfügung (Link unten), die direkt über Dropbox geladene ROMs akzeptiert. Firefox wird zum Ausführen empfohlen, und dennoch werden wahrscheinlich einige JavaScript-Fehler auftreten. Die Zukunftspläne sprechen von einer ausführbaren Version auf Basis von Unity3D, weiteren Optimierungen und vordefinierten Mustern, die die Robustheit des Emulators erhöhen.

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