Die Trends der Branche weisen auf kompakte Rechner, höhere Effizienz, geringeren Verbrauch und ein hohes Maß an Portabilität hin. Doch dann gibt es diejenigen, die sich über Trends lustig machen und Totems purer Leistung erschaffen, die unser Verständnis herausfordern. Die Hardware-Auswüchse von Ian „8Pack“ Parry sind gut dokumentiert, aber was als Nächstes auf seiner Liste steht, sprengt schlichtweg den Rahmen. Was ist das Besondere am 8Pack OrionX? Zunächst einmal: Man kauft nicht einen Computer, sondern zwei …
Eine der anspruchsvollsten Aufgaben für einen Computer ist heutzutage das Ausführen von Spielen in 4K-Auflösung mit mindestens 60 FPS und einem VR-Headset. Mit der richtigen Konfiguration ist dieses Ziel erreichbar, aber letztendlich ist es eine Frage des Budgets. Solche Parameter sind keineswegs obligatorisch, und ich bin überzeugt, dass viele Spieler mit soliden 1080p-Sessions zufrieden wären. Aber dann gibt es diejenigen, die nicht daran denken, Grenzen zu überschreiten, sondern sie vollständig zu zerstören. Wie hoch kann man gehen? Wie viel Hardware kann man in ein Gehäuse stopfen? Die Leute von Overclockers UK und Ian „8Pack“ Parry beantworten diese beiden Fragen seit Jahren, und ihre Ergebnisse sind haarsträubend. Diesmal ist der 8Pack OrionX an der Reihe.
Was Sie gerade im Video gesehen haben, sind zwei Computer in einem. Richtig: Der 8Pack OrionX besitzt zwei unabhängige Systeme, die sich dasselbe Gehäuse teilen.
Das primäre System
Das sogenannte „Primärsystem“ basiert auf einem Intel Core i7-6950X Extreme Edition mit einer Übertaktung von mindestens 4,4 GHz. Dazu gesellen sich ein Asus X99 Rampage V Extreme Edition 10 Mainboard, drei Nvidia Titan X Grafikkarten mit Pascal-Architektur, 64 GB Corsair Dominator Platinum RAM und drei „Stufen“ an Speicher: Die erste Stufe mit einer Intel 750 PCI Express SSD mit 1,2 TB, die zweite mit zwei Samsung 850 Pro mit je 1 TB im RAID-0-Verbund und die dritte mit einer Seagate Barracuda mit 10 TB.
Das sekundäre System
Beim „Sekundärsystem“ finden sich ein Intel Core i7-7700K mit 5,1 GHz, ein Asus ROG Strix Z270i Mainboard, eine weitere Titan X, 16 GB Corsair Dominator Platinum RAM, zwei Samsung 960 Polaris SSDs mit je 512 GB im RAID-0-Verbund und eine zusätzliche Seagate Barracuda mit 10 TB.
Eine solche Bestie steckt in einem Phanteks Enthoo Elite „8Pack Edition“-Gehäuse und wird von einem modularen Super Flower Leadex Platinum Netzteil mit 2.000 Watt versorgt. Die Kühlung ist flüssig und komplett individuell anpassbar – so weit, dass der Käufer sogar die Farbe der Flüssigkeit festlegen kann. Und der Preis? 28.000 Euro, Organe werden nicht akzeptiert. (?)