Amazon plant, Trainium ab Ende 2027 auch außerhalb von AWS verfügbar zu machen. CEO Andy Jassy nannte den Zeitraum auf Amazons Quartalskonferenz am 29. Oktober 2026 und verwies auf Kunden, die das Unternehmen dazu aufgefordert hätten (Amazon).
Den größeren Kontext zu Amazons Infrastrukturinvestitionen beleuchtet unser Bericht zu den geplanten Investitionen für 2026.
Welche Nachfrage Amazon für seine Chips meldet
Amazon zufolge stiegen die Umsatzverpflichtungen für Trainium und Graviton im Jahresvergleich jeweils auf mehr als das 20-Fache des Vorjahreswerts. Die Angabe bezieht sich auf zugesagte Umsätze für beide Chipfamilien; verbuchte Einnahmen sind eine andere Kennzahl. Amazon
Außerdem teilte Amazon mit, kurzfristig verfügbare Kapazität für Trainium-Instanzen der Vorgängergeneration habe sich gegenüber der ersten Jahreshälfte 2026 mit einem Aufpreis verkauft. Gemeint ist AWS-Rechenkapazität für diese Instanzen.
Amazon zufolge ermöglicht die quelloffene Software TorchNeuron Entwicklern, bestehenden PyTorch-Code auf Trainium auszuführen, ohne ihn umzuschreiben. Das beschreibt die Softwareunterstützung, nicht die tatsächliche Verbreitung bei Kunden.
Warum Amazon Chips in AWS einsetzen könnte
Andy Jassy beschrieb die Abwägung zwischen externen Verkäufen und dem Einsatz in der eigenen Cloud: Bei einem Verkauf könne Amazon Umsatz verbuchen, sobald ein Chip das Lager verlässt. In AWS, etwa für EC2-Instanzen oder Bedrock, könnten die Chips über fünf bis sechs Jahre hinweg mehr Gesamtumsatz und freien Cashflow erzeugen.
Jassy sagte, Amazon werde das Verhältnis zwischen externen Verkäufen und dem Einsatz in AWS voraussichtlich jedes Jahr neu bewerten.