Amazon will über fünf Jahre mehr als eine Milliarde US-Dollar in Gemeinden investieren, in denen das Unternehmen Rechenzentren betreibt. AWS-Chef Matt Garman sprach sich gegen breite Moratorien für Rechenzentren in den USA aus: Sie könnten nach seiner Argumentation die Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten Staaten bei künstlicher Intelligenz und die nationale Sicherheit beeinträchtigen.
Amazons Zusage für Gemeinden mit Rechenzentren
Garman stellte die Investition als Unterstützung für die Gemeinden dar: Amazon wolle ihnen Mittel zur Verfügung stellen und sie selbst entscheiden lassen, was sie benötigen.
Garmans Argument gegen Moratorien in den USA
Ein Moratorium ist eine befristete Pause für bestimmte Genehmigungen oder Bauvorhaben. Garman bezifferte die Zahl der Moratorien für Rechenzentren, die in den USA erwogen wurden, auf mehr als 100. Seine Warnung vor Folgen für die KI-Wettbewerbsfähigkeit ist die Position des AWS-Chefs.
Das Beispiel Calvert County
AWS zog im August 2026 den Plan für ein Rechenzentrum in Calvert County im US-Bundesstaat Maryland zurück. Das geplante Gebäude sollte rund 223.000 Quadratmeter Fläche umfassen. Später beschloss der Landkreis ein sechsmonatiges Moratorium für Rechenzentren.
Schätzung zu verzögerten oder blockierten Vorhaben
Für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 kam eine Schätzung auf mindestens 120 Rechenzentrumsprojekte, die durch lokalen Widerstand verzögert oder blockiert wurden. Ihr geschätzter Gesamtwert lag bei 198 Milliarden US-Dollar.