Die Suchdynamik bei Google hat sich geändert, und nicht unbedingt zum Besseren. Der Nutzer muss sich durch gesponserte Links und manipulierte Ergebnisse kämpfen, um das Gewünschte zu finden, aber manchmal reicht nicht einmal das. Die Verantwortlichen der neuen Suchmaschine Andi haben eine andere Vision: Künstliche Intelligenz im Suchprozess einzusetzen, um den Nutzer von dem Albtraum der Links zu befreien und direkte Antworten ohne Ablenkungen zu liefern.
Ein Trick, der sich zum Suchen von Inhalten auf Google sehr verbreitet hat, ist das Hinzufügen des Begriffs „Reddit“ am Ende. Warum? Ganz einfach: Der Nutzer möchte bezahlte Rezensionen, SEO-Spam und von Bots verfasste Bewertungen vermeiden, um die Meinung eines echten Menschen zu lesen. Die neuen Nutzergenerationen haben dieses Problem schnell erkannt, so sehr, dass sie TikTok bereits als Suchmaschine nutzen. Traditionelle Werkzeuge passen sich nicht an, und um ehrlich zu sein, funktionieren sie immer schlechter.
Hier greift das Projekt Andi ein. Seine Verantwortlichen beschreiben die Situation ohne Filter: Sowohl Google als auch das Suchsystem über Links sind kaputt, und sie glauben, dass die Lösung darin besteht, ein konversationelles, direkteres Modell zu implementieren, bei dem der Nutzer klare Antworten auf komplexe Fragen erhält. Andi wurde im Januar diesen Jahres veröffentlicht, und obwohl es sich noch in der Alpha-Phase befindet, hat es definitiv unsere Aufmerksamkeit.
Andi, eine konversationelle Suchmaschine mit künstlicher Intelligenz
Die Einladung des Assistenten ist ohne Zweifel erfrischend: Je detaillierter unsere Frage ist, desto mehr kann er helfen. Tatsächlich priorisiert Andi nicht einmal die Geschwindigkeit, und anstatt wie verrückt Links zu jagen, kann er bis zu zehn Sekunden brauchen, um eine Antwort vorzuschlagen. Die Idee ist, ein Gespräch mit Andi zu führen, einen Austausch, der auf natürlichen Ausdrücken und konkreten Ergebnissen basiert.
Die Darstellung der Ergebnisse selbst spiegelt die Mentalität des Andi-Projekts wider. Hier haben nicht die Keywords Priorität, sondern die visuelle Interaktion, mit kleinen Ausschnitten von Webseiten und vielen Bildern. Andi hat sicherlich eine TikTok/Instagram/Pinterest-Essenz und zielt voll auf die sogenannte Generation Z, also die Gruppe der „unter 25-Jährigen“.
Das Beeindruckendste von allem? Andi verspricht, diese neue Suchvision fortzusetzen, mit einem kostenlosen Modell ohne Werbung und ohne persönliche Tracking-Systeme. Der Plan ist, später professionelle und geschäftliche Pläne anzubieten, mit Premium-Funktionen und API-Zugang.
Es versteht sich von selbst, dass Andi vor einer titanischen Herausforderung steht. Google kontrolliert 90 Prozent des Suchmarktes, und nicht einmal Microsoft (das mit Bing Milliarden von Dollar verbrennt) hat es geschafft, einen anständigen Kampf zu liefern. Andis Strategie ist es, nicht nur eine weitere Kopie zu werden. Wird das reichen?
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