Google führte die Entwicklerverifizierung am 30. September 2026 zunächst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand für Apps aus sieben teilnehmenden Stores ein. Direkte APK-Installationen sind von dieser ersten Phase ausgenommen. Deutschland gehört nicht zu den vier Ländern; Google plant eine weltweite Ausweitung im Jahr 2027. Googles Standortübersicht und FAQ erläutern den Geltungsbereich.
Was Googles Entwicklerverifizierung regelt
Das Programm ordnet Apps verifizierten Entwicklern zu. Es schreibt nicht vor, dass Apps ausschließlich über Google Play verteilt werden: Registrierte Apps können auch in anderen Stores oder direkt angeboten werden. Laut Google gilt die Verifizierung für zertifizierte Android-Geräte ab Android 7; die Schutzmechanismen werden über Google Play-Dienste bereitgestellt.
Die erste Phase betraf Apps aus Google Play, HONOR App Market, OPPO App Market, Galaxy Store, Palm Store, V-Appstore und GetApps. Direkte APK-Installationen sowie Apps aus Stores außerhalb dieser Liste waren in dieser Phase nicht erfasst. Für Deutschland nennt Google keinen konkreten Termin; die weltweite Ausweitung ist für 2027 geplant. Apps, die über einen Organisations-App-Store auf verwaltete Geräte verteilt werden, benötigen laut Google keine Verifizierung.
Advanced Flow und ADB: zwei unterschiedliche Wege
Wer eine App eines nicht registrierten Entwicklers installieren möchte, kann Googles Advanced Flow nutzen. Die einmalige Einrichtung umfasst mehrere Schritte: Entwickleroptionen aktivieren, bestätigen, dass niemand zur Änderung drängt, das Gerät neu starten, einen Tag warten, sich erneut authentifizieren und anschließend eine Freigabe für sieben Tage oder auf unbestimmte Zeit wählen. Danach müssen die Entwickleroptionen laut Google nicht eingeschaltet bleiben.
ADB steht für Android Debug Bridge und ermöglicht Installationen über eine Verbindung zum Computer. Google zufolge gilt die Wartezeit des Advanced Flow für ADB-Installationen nicht.
| Installationsweg | Wartezeit | Freigabe und weiterer Ablauf |
| Advanced Flow | Einmalig 24 Stunden bei der Einrichtung | Freigabe für sieben Tage oder auf unbestimmte Zeit; Entwickleroptionen können danach ausgeschaltet werden |
| ADB | Keine Wartezeit des Advanced Flow | Installation über Android Debug Bridge |
Was bei Updates nicht registrierter Apps gilt
Google zufolge lassen sich nicht registrierte Apps nur installieren oder aktualisieren, wenn Advanced Flow aktiviert ist oder der Weg über ADB führt. Ist Advanced Flow ausgeschaltet, braucht es für solche Installationen und Updates ADB oder eine aktive Advanced-Flow-Freigabe.
Was ein einzelner Android-13-Test zeigt
Gregory Gibson berichtete in MakeUseOf über einen Test auf einem älteren Samsung-Smartphone mit Android 13. Er installierte nach der Einrichtung des Advanced Flow F-Droid und Fossify Calculator. Nach dem Ausschalten von Advanced Flow installierte er F-Droid erneut über ADB; die Konsole gab laut seinem Bericht Success aus.
Gibson prüfte außerdem eine F-Droid-APK mit GnuPG. Die Prüfung ergab eine gültige Signatur und passende Fingerabdrücke des verwendeten Schlüssels. Das bestätigt die Übereinstimmung der Datei mit diesem Schlüssel, aber weder eine Registrierung bei Google noch, dass die Software harmlos ist.