Die US-General Services Administration (GSA) und Anthropic kündigten am 27. Oktober 2026 eine ausgeweitete OneGov-Vereinbarung an: Sie gewährt US-Regierungsstellen 40 Prozent Rabatt auf die tokenbasierte Nutzung von Claude. Es gibt keine Mindestbestellung; abgerechnet wird nach Verbrauch.
Worauf der Rabatt gilt
Die GSA beschreibt den Rabatt für alle Claude-Modelle, die der US-Regierung zur Verfügung stehen. Anthropic nennt Claude Enterprise, Claude for Government und die Claude API. Tokens sind Textbausteine, die ein Sprachmodell verarbeitet. Der Rabatt bezieht sich auf den Verbrauch dieser Einheiten, nicht auf einen festen Betrag pro Nutzer.
Für Behörden richtet sich die Rechnung damit nach dem Tokenverbrauch und den jeweils geltenden Preisen. Die 40 Prozent reduzieren den tokenbasierten Nutzungspreis; sie ergeben keinen einheitlichen Nutzerpreis oder eine feste Gesamtsumme.
Wer kaufen kann und welche Wege genannt sind
Die GSA führt Bundesbehörden aus Exekutive, Legislative und Judikative sowie Landes-, Kommunal- und Stammesregierungen auf. Anthropic nennt in seiner Mitteilung zusätzlich territoriale Regierungen.
Anthropic zufolge können Behörden über den GSA Multiple Award Schedule bestellen. Am 27. Oktober erklärte das Unternehmen, Direktkäufe seien bereits verfügbar; Käufe über Cloudanbieter sollten in den folgenden Monaten hinzukommen.
Welche Sicherheitsfreigaben Anthropic nennt
Anthropic teilte mit, Claude for Government sei seit dem 30. September 2026 allgemein verfügbar und FedRAMP High autorisiert. In der Mitteilung vom 27. Oktober bezeichnete das Unternehmen auch Claude über Amazon Bedrock und Google Cloud Vertex AI als FedRAMP High autorisiert. Ausgewählte Modelle über Amazon Bedrock seien für DoD-IL4- und IL5-Arbeitslasten in AWS GovCloud autorisiert.
Für Claude Enterprise durchlief laut Anthropic zum Zeitpunkt der Mitteilung ein Verfahren für FedRAMP Moderate über FedRAMP 20x.