Nun, ich nehme an, dass „hackersicher“ vielleicht etwas übertrieben klingt, aber so präsentiert sich das kleine Programm Anti-Hacker, das gerade die Version 12.0 erreicht hat. Was macht es genau? Es wendet automatisch Einstellungen auf die Benutzerkontensteuerung an, analysiert Spuren in temporären Ordnern, die unsere Privatsphäre beeinträchtigen könnten, untersucht ausgehende Verbindungen zusammen mit Firewall-Ausnahmen und bietet einen Anti-Keylogger an, falls wir Informationen in einem kompromittierten System eingeben müssen.
Wir haben es schon oft gesagt, und ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt, es zu wiederholen: Malware muss nur einmal Glück haben. Ich möchte auch einen anderen klassischen Ausdruck hinzufügen: „Paranoia funktioniert“, da einige Horrorgeschichten zu wichtig sind, um sie zu ignorieren. Der Benutzer ist die erste und letzte Verteidigungslinie bei der Sicherheit eines Computers, aber leider ist er derjenige, der am häufigsten versagt. An diesem Punkt empfehlen erfahrene Linux-Reiter, „den Pinguin zu adoptieren“ und dadurch überlegene Sicherheitsparameter zu erhalten, aber trotz ihrer soliden Argumente (ein hoher Prozentsatz der Malware betrifft Linux aus Designgründen nicht) ist es kein Kompromiss, den die meisten Benutzer bereit sind zu akzeptieren, und sie ziehen es vor, den Weg der „Windows-Absicherung“ so gut wie möglich zu gehen.
Dieser Weg führt zu Werkzeugen wie Anti-Hacker, die einerseits Anpassungen an der Standardkonfiguration von Windows vornehmen und andererseits robustere Sicherheitslösungen vorschlagen. Im speziellen Fall von Anti-Hacker besteht die erste Empfehlung darin, die integrierte Firewall durch PrivateFirewall zu ersetzen, aber das ist noch nicht alles. Es erhöht auch die Funktion der Benutzerkontensteuerung auf ihr Maximum, analysiert aktive Verbindungen mit Hilfe von TCPView (das zum berühmten Windows-Sysinternals-Paket gehört), bereinigt temporäre Dateien, die die Privatsphäre des Benutzers gefährden könnten (meist Cookies), und liefert einen Anti-Keylogger, der sehr nützlich ist, um ihn auf einem USB-Stick zu tragen und zu verwenden, wenn der Verdacht besteht, dass die Tastatur von einem Hintergrundprozess überwacht wird.
Version 12.0 von Anti-Hacker wird in einer komprimierten Datei verteilt, deren Passwort einfach „password“ ist, und das liegt daran, dass seine ausführbare Datei oft in das Gebiet der Fehlalarme fällt. Der Hauptverteiler im Web ist das bekannte Portal Majorgeeks (Link unten), und es enthält keinerlei Adware oder Spendenaufforderungen. Vielleicht ist Anti-Hacker nicht der Super-Schild, der es zu sein vorgibt, aber es erfüllt seine grundlegenden Funktionen ohne Probleme.