Apple kündigte am 27. Oktober 2026 ein umfangreiches Update für Apple Creator Studio an. Die meisten Änderungen sollen im November über den App Store erscheinen und für bestehende Abonnenten kostenlos sein. Weitere Funktionen für Freeform sind für Dezember geplant.
Final Cut Pro für Mac erhält MotionVFX und neue Schnittwerkzeuge
Apple plant, MotionVFX-Inhalte in Final Cut Pro für Mac zu integrieren. Die Bibliothek umfasst Tausende Elemente wie Vorlagen, Grafiken, Titel und Übergänge sowie Werkzeuge für Rotoskopie, Tracking und Farbkorrektur. Apple kündigte die Integration für die Mac-Version an.
Der Content Hub soll Videos, Fotos und Hintergründe aus Apples kuratierter Sammlung bündeln. Außerdem lassen sich Bilder aus der Zeitleiste künftig direkt in Pixelmator Pro öffnen und nach der Bearbeitung ins Projekt zurückspeichern, ohne sie erneut importieren zu müssen. Weitere geplante Änderungen: Bilder aus Textbeschreibungen erzeugen, Clips von der primären Handlung lösen und zusätzliche Optionen für weichere Keyframe-Übergänge nutzen. Für die Transkription nennt Apple 23 neue Sprachen.
Pixelmator Pro und Logic Pro erweitern Bild- und Musikarbeit
Pixelmator Pro soll mit „Generate Fill“ ausgewählte Bildbereiche anhand einer Textbeschreibung verändern. Apple zufolge kann die Funktion Beleuchtung, Perspektive und Textur der Umgebung angleichen. „Super Resolution“ soll erzeugte Inhalte hochskalieren. Auf dem Mac setzt Pixelmator Pro macOS 26 oder neuer voraus; auf dem iPad iPadOS 26 sowie einen A16-, A17-Pro- oder M1-Chip oder neuer. Einige Mac-Funktionen benötigen Apple-Chips.
Für Logic Pro kündigte Apple einen Beta-Assistenten für den Mac an. Er soll bei Produktionsabläufen helfen, Songs anstoßen, per Eingabe eine Gesangsspur einrichten und beim Verfeinern eines laufenden Projekts unterstützen. Voraussetzung sind macOS 27 Golden Gate oder neuer und ein Mac, der Apple Intelligence unterstützt. Der Assistent ist auf US-Englisch beschränkt.
Diese Anforderungen gehen über die allgemeinen Systemvoraussetzungen von Logic Pro hinaus: Die Mac-Version benötigt macOS 26.1 oder neuer und einen Apple-Chip; die iPad-Version setzt iPadOS 26 oder neuer sowie mindestens einen A12-Bionic-Chip voraus.
Der überarbeitete Browser in Logic Pro für Mac soll Loops, Instrumente und Effekt-Presets zusammenführen. Eine lokale Funktion namens „Music Understanding“ analysiert hinzugefügte Sounds, ordnet sie ein und versieht sie mit Tags; außerdem kommt eine Splice-Bibliothek hinzu. Stem Splitter kann Schlagzeugspuren auch ohne die ursprünglichen Mehrspuraufnahmen isolieren, ersetzen oder in ihrer Lautstärke neu ausbalancieren.
Beta-Assistenten für Keynote, Pages und Numbers
Apple kündigte Beta-Assistenten an, die den Inhalt eines Dokuments berücksichtigen. In Keynote sollen sie Folien gestalten, animieren und überarbeiten, in Pages Texte entwerfen und neu ordnen und in Numbers Berechnungen, Datenvisualisierungen und Tabellen unterstützen sowie Diagramme vorschlagen. Apple nennt OpenAI als einen Anbieter von Modellen für diese Produktivitätsassistenten.
Die Assistenten setzen ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät mit iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 oder neuer voraus und sind auf US-Englisch beschränkt. Auch das Model Context Protocol (MCP) soll in Keynote, Pages und Numbers verfügbar sein. Es ermöglicht externen KI-Agenten und Werkzeugen, Inhalte zu lesen, Änderungen vorzunehmen und Aktionen zu automatisieren. MCP benötigt macOS 27 oder neuer.
NeoTeo hatte zuvor über die gemeldete Beta der iWork-Assistenten berichtet. Apple hat nun konkrete Aufgaben und Systemvoraussetzungen für die angekündigten Funktionen beschrieben.
Weitere Änderungen für Motion, Compressor und Freeform
Motion soll MotionVFX-Plug-ins, Bilderzeugung aus Textbeschreibungen, die direkte Übergabe von Bildern an Pixelmator Pro und zusätzliche Keyframe-Optionen erhalten. Dazu kommt ein Displacement-Filter. Compressor soll künftig Videos im Cinematic-Modus kodieren, die mit iPhone 18 Pro oder iPhone Duo aufgenommen wurden.
Apple kündigte für Freeform wiederverwendbare Textstile und Hintergrundfarben für Boards an. Für Dezember sind außerdem Bildbearbeitung mit Pixelmator Pro sowie bearbeitbare Formen geplant, die sich aus Textbeschreibungen erzeugen lassen.
MotionVFX zu bestehenden Plänen
MotionVFX erklärt, dass Kundinnen und Kunden mit einem bestehenden MotionVFX-Plan ihre bisherigen Arbeitsabläufe fortsetzen können; die dazugehörigen Werkzeuge blieben aktiv und unterstützt.