Apple präzisierte am 16. Oktober 2026 seine App-Review-Richtlinien: Abschnitt 1.2 behandelt Schutzmaßnahmen für nutzergenerierte Inhalte, darunter Inhalte aus KI-Apps. Die neue Richtlinie 2.5.19 erläutert Apples langjährige Vorgabe gegen versteckte Funktionen. Apple beschrieb die Änderungen in seiner Mitteilung.

Welche Schutzmaßnahmen Apple für Inhalte-Apps verlangt

Abschnitt 1.2 gilt für Apps, in denen Nutzer Inhalte erstellen, generieren, hochladen, teilen oder auf andere Weise beitragen. Apple schließt KI-Apps zur Inhaltserstellung ausdrücklich ein. Als Risiken nennt die Richtlinie unter anderem nicht einvernehmliche intime Bilder. Für erfasste Apps verlangt Apple vier Schutzmaßnahmen: Filter für anstößige Inhalte, eine Meldefunktion mit zeitnaher Reaktion, die Möglichkeit, missbräuchliche Nutzer zu blockieren, und veröffentlichte Kontaktinformationen. Diese Vorgaben stehen in Apples App-Review-Richtlinien.

Die Regeln knüpfen an den Umgang mit Nutzerinhalten und den Hauptzweck einer App an. Apps, die hauptsächlich für Pornografie oder die Objektifizierung realer Menschen genutzt werden, gehören laut Apple nicht in den App Store und können ohne Vorankündigung entfernt werden. Versäumen Entwickler angemessene Schutzmaßnahmen oder beheben sie nach einer Mitteilung festgestellte Verstöße nicht, kann Apple dies als Verstoß gegen den Developer Code of Conduct werten. Bei besonders schwerwiegendem oder wiederholtem Verhalten kann die Entfernung aus dem Apple Developer Program unmittelbar erfolgen.

Damit beschreibt Apple konkrete Anforderungen und Inhaltsgrenzen für betroffene Apps; die Richtlinien formulieren kein pauschales Verbot jeder App, die mithilfe von KI Nacktbilder erzeugen kann.

Was Richtlinie 2.5.19 zu versteckten Funktionen sagt

Richtlinie 2.5.19 untersagt versteckte, ruhende oder undokumentierte Funktionen. Die Funktionalität einer App soll für Nutzer und App Review klar erkennbar sein. Wer undokumentierte Funktionen in der App-Datei zu verbergen versucht, etwa durch Code-Verschleierung, muss laut Apple mit der Entfernung der App aus dem App Store und der Beendigung des Entwicklerkontos rechnen.

Apple bezeichnete 2.5.19 in der Mitteilung vom 16. Oktober als neue Richtlinie, die eine langjährige Vorgabe präzisiert. Diese war zuvor unter Richtlinie 2.3.1 geregelt. Die Neuerung betrifft damit die ausdrückliche Einordnung der Vorgabe; sie ist keine neu eingeführte Sonderregel für KI-Bildgeneratoren.