Ars Technica berichtete am 14. Oktober 2026 über neue Zeitpläne, die NASA-Missionsverantwortliche bei einer Sitzung der Venus Exploration Analysis Group (VEXAG) in der Vorwoche vorgestellt hatten: Jim Garvin nannte Dezember 2030 als Startziel für DAVINCI – 54 Wochen früher als zuvor geplant. Dan Nunes sagte, VERITAS sei für einen Start im November 2032 finanziert. Ars Technica berichtete über die Aussagen.

Zwei Startziele, zwei Beobachtungsansätze

MissionBeobachtungsansatzGemeldetes Startziel
DAVINCIVorbeiflüge eines Raumfahrzeugs und Abstieg einer AtmosphärensondeDezember 2030; 54 Wochen früher als zuvor geplant
VERITASRadarkartierung der Venusoberfläche aus dem OrbitNovember 2032; laut Dan Nunes für den Start finanziert

Die Zeitpläne gehören zu zwei unterschiedlichen Forschungsansätzen. DAVINCI soll Informationen aus der Atmosphäre und von der Oberfläche liefern; VERITAS soll die Oberfläche mit Radar aus der Umlaufbahn kartieren. Nach Dan Nunes’ Angabe soll VERITAS die Venus etwa Mitte 2033 erreichen. Anschließend ist eine Phase des Aerobraking geplant: Dabei nutzt ein Raumfahrzeug den Widerstand der Atmosphäre, um seine Umlaufbahn anzupassen, bevor die regulären Beobachtungen beginnen.

DAVINCI: Messungen aus der Luft und beim Abstieg

Das englischsprachige Erklärvideo von NASA Goddard zeigt DAVINCI als Zusammenspiel aus Raumfahrzeug und Atmosphärensonde; seine allgemeine Zeitangabe „frühe 2030er“ stammt aus der Zeit vor den im Oktober 2026 berichteten Startzielen.

NASA beschreibt DAVINCI als Mission mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten. Das Raumfahrzeug soll bei mehreren Vorbeiflügen Wolkenbewegungen verfolgen und die Zusammensetzung der Oberfläche kartieren. Die Sonde soll beim Abstieg die chemische Zusammensetzung, Temperatur, den Druck und die Winde der Atmosphäre messen sowie Alpha Regio aufnehmen, eine gebirgige Region der Venus. NASA erläutert die Mission und ihre Instrumente.

Der Abstieg der Sonde ist laut Ars Technica für den 3. Oktober 2032 geplant und soll ungefähr eine Stunde dauern. Das Trägerraumfahrzeug soll die Messdaten weiterleiten, bevor die Sonde hinter dem Horizont verschwindet. So verbindet DAVINCI Messungen während des Abstiegs mit Beobachtungen aus dem Vorbeiflug.