Auditive Illusionen: Das Tritonus-Paradoxon
Tritonus-Paradoxon

Erdbeeren, Kleider, gleichfarbige Kugeln und nicht eingefärbte Fotos haben – jeweils zu ihrer Zeit – das Internet im Sturm erobert. Aber nicht alle Illusionen sind visuell, manche betreffen einen anderen unserer Sinne. Diesmal täuschen wir nicht unsere Augen, sondern unsere Ohren. Eine dieser auditiven Illusionen ist das „Tritonus-Paradoxon“, eine Reihe von Klängen, die alle offenbar auf unterschiedliche Weise hören. Willst du es ausprobieren?

Man sagt, die schwächste Form der Evidenz sei die visuelle, und wenn man bedenkt, wie relativ einfach es ist, unser Gehirn durch die Augen zu täuschen, nun… dieser Satz hat durchaus seine Berechtigung. Aber das Sehen ist nicht das Einzige, was uns einen Streich spielen kann. Einige Gerüche werden leicht verwechselt, und wir dürfen unsere Ohren nicht vergessen. Wie oft verwechseln wir einen Klang mit einem anderen oder denken, er käme aus einer anderen Richtung als der tatsächlichen? Beispiele dafür finden sich häufig im echten Leben, auch wenn andere ein wenig Konstruktion dahinter haben, wie zum Beispiel das „Tritonus-Paradoxon“, das von der Forscherin Diana Deutsch im Jahr 1986 nachgewiesen wurde.

Tritonus-Paradoxon

Nun, du hast gerade vier Gruppen von zwei Tönen gehört. Die Frage ist: Steigen sie oder fallen sie? Nun lass eine andere Person sie anhören und dieselbe Frage beantworten. Da hast du das Paradoxon. Höchstwahrscheinlich wird niemand einer Meinung sein. Die technische Erklärung ist, dass das Paradoxon so konstruiert wurde, dass die zweite Note (durch eine halbe Oktave von der ersten getrennt) gleichzeitig eine höhere und eine tiefere Frequenz enthält, daher gibt es keine falsche Antwort. Was hier geschieht, ist, dass unser Gehirn eine gewisse „Vorliebe“ für eine Frequenz zeigt, und das ist es, was wir am Ende hören.

Laut Doktor Deutsch können die Ergebnisse des Paradoxons durch Faktoren wie unsere Hauptsprache und unseren geografischen Standort variieren. Durch ihre Studie entdeckte sie, dass viele Menschen in Kalifornien nicht übereinstimmten mit dem Muster, das sie hörte, während europäische Kollegen ihr recht gaben. Ein weiteres Detail ist die Mutter-Kind-Beziehung, da sie in den meisten Fällen dazu neigen, dasselbe Muster zu teilen. Was hörst du? Die Kommentare sind offen.

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