Im September letzten Jahres haben wir uns diese neue Welle von Diebstählen genauer angesehen, die auf der einen Seite technologisch sehr gut vorbereitete Diebe und auf der anderen Seite verwundbare Autos ohne angemessenen Schutz hat. Natürlich hindert das die Hersteller nicht daran, weiterhin schlüssellose Schließ- und Startsysteme anzubieten, die für Fahrer sehr bequem, aber für Hacker bis ins Mark verlockend sind. Die neueste Entwicklung kommt von einem chinesischen Team, das zwei Geräte aus 22 Dollar teuren Teilen gebaut hat, die die Reichweite eines schlüssellosen Schlüssels leicht erweitern …

Autodiebstahl mit 20-Dollar-Hardware
Team Unicorn

Wenn herkömmliche Schlüssel bereits Sicherheitsprobleme haben (wir erinnern uns noch gut an die Geschichte der TSA-Hauptschlüssel), stellt euch vor, was bei den schlüssellosen Systemen passiert, die viele Hersteller in ihren Autos verbauen. Was wie ein praktisches Werkzeug für Fahrer erscheint, kann unter bestimmten Umständen zum Albtraum werden. Zum Beispiel: Wie viele dieser Fahrer wissen, wie sie mit einem schlüssellosen Schloss in ihr Auto kommen, wenn die Batterie leer ist? Ich schätze, sehr wenige, aber das ist noch nicht alles. Hacker haben ein wahres Fest, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie von Sicherheitsexperten zu den Freunden des Fremden übergeht. Als ob das nicht genug wäre, sinkt die benötigte Hardware im Preis deutlich …

Mitte April demonstrierte das so genannte „Team Unicorn“ (Yingtao Zeng, Qing Yang und Jun Li) von der Firma Qihoo 360 auf der Hack In The Box-Konferenz in Amsterdam die Wirksamkeit eines Paares von Geräten, deren Gesamtkosten nicht mehr als 22 Dollar betragen. Im Wesentlichen fungieren sie als Verlängerungen für den elektronischen Schlüssel. Eines der Geräte wird in der Nähe des zu stehlenden Autos platziert, während das andere in einem angemessenen Abstand zum Schlüssel aufgestellt wird und ihm vorgaukelt, dass es sich in der Nähe des Fahrzeugs befindet. Das Gerät empfängt das Signal und leitet es an seinen Zwilling weiter, was wiederum eine Antwort erzeugt, die vom Auto an den Schlüssel gesendet wird – alles innerhalb eines Intervalls von 27 Millisekunden.

Diese Art von Angriff ist nicht gerade neu. Die ersten Versuche begannen 2011, und letztes Jahr waren nur etwa 200 Dollar nötig, um das Gerät zu bauen. Diese neue Entwicklung des Team Unicorn hat jedoch einen weiteren Vorteil neben den Kosten: ihre Reichweite. Nach den verfügbaren Informationen decken die Geräte eine Distanz von knapp 300 Metern ab. Grenzen? Die Hersteller könnten das Intervall noch weiter verkürzen und die Kommunikation erschweren. Und schließlich würde das Aufbewahren des Schlüssels in einer Faraday-Tasche verhindern, dass die Geräte das Signal empfangen.

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