Am 5. Oktober soll Aragóns Präsident Jorge Azcón erklärt haben, AWS habe die spanische Abgabe auf wirtschaftliche Tätigkeiten, Impuesto sobre Actividades Económicas (IAE), für seine Rechenzentren in Aragón über die nationale Quote in Madrid entrichtet. Azcón führte diesen Zahlungsweg auf Vorgaben des spanischen Finanzministeriums zurück und sprach sich dafür aus, die Abgabe in den Standortgemeinden zu zahlen.

Was Azcón zum bisherigen Zahlungsweg sagt

Die IAE ist eine spanische Abgabe auf wirtschaftliche Tätigkeiten. Azcón zufolge hatte eine Auskunft des Finanzministeriums festgelegt, wo AWS die Abgabe entrichten sollte. Er plädierte dafür, dass die Steuern dort anfallen, wo die Rechenzentren stehen.

Die berichtete Änderung der IAE-Einstufung

Die spanische Steuerbehörde Dirección General de Tributos (DGT) soll Rechenzentren von der bisherigen Gruppe 769 dem Epígrafe 845 für Telekommunikationsdienste zugeordnet haben. Mit dieser Einstufung soll eine kommunale Quote an dem Ort gelten, an dem die Tätigkeit ausgeübt wird. Die berichtete Folge: AWS müsse die IAE ab 2021 an die jeweiligen Gemeinden zahlen.

Die betroffenen Gemeinden und die Reaktionen

Genannt werden AWS-Rechenzentren in Villanueva de Gállego, El Burgo de Ebro und Huesca. Benito Tesier, Präsident von CEOE Aragón und CEOE Zaragoza, kritisierte den Zahlungsweg über Madrid. Pedro Machín, Präsident des Clúster de la Energía de Aragón (Clenar), sprach sich dafür aus, wirtschaftliche Aktivitäten dort zu besteuern, wo sie entstehen.