Mehr als 100 Menschen versammelten sich laut Heraldo de Aragón am 6. November 2026 auf der Plaza de Navarra in Huesca, um gegen geplante Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in der Stadt zu protestieren. Aufgerufen hatten No es Sequía, es Saqueo, Ecologistas en Acción und die Plataforma de Afectados por el Centro de Datos de Cuarte. Die Organisatoren verwiesen auf den erwarteten Wasser- und Stromverbrauch und bemängelten fehlende Informationen zu den Vorhaben. Nach Heraldo richtete sich die Kritik der Demonstrierenden auch gegen die Regierung von Aragón, Regionalpräsident Jorge Azcón und Huescas Bürgermeisterin Lorena Orduna.
Eine frühere NeoTeo-Meldung behandelte Berichte, wonach Jorge Azcón dafür plädiert haben soll, dass AWS die IAE vor Ort zahlt. Die Meldung zur IAE-Zahlung in Aragón betrifft eine separate Steuerfrage.
Verbrauchszahlen gehören immer zu den konkreten Anlagen, für die sie gelten.
Wasserangaben aus Aragón
Ein am 22. Oktober 2026 von New England Public Media veröffentlichter NPR-Bericht bezifferte den Wasserverbrauch von drei bestehenden AWS-Rechenzentren in Aragón auf 68 Millionen Liter. Das seien 48 Prozent mehr gewesen, als AWS den Regionalbehörden ursprünglich als Bedarf genannt hatte. Laut dem Bericht waren die bestehenden Zentren deutlich kleiner als geplante Anlagen.
AWS erklärte dem Bericht zufolge, Wasser zur Kühlung erst bei Temperaturen über 30 °C einzusetzen. Das Unternehmen veröffentliche nach eigener Aussage keine Wasserverbrauchswerte für einzelne Standorte.