Baue eine günstige 360-Grad-Kamera mit einem Raspberry Pi
Raspberry Pi 360 Grad

Abseits von Emulatoren, Arcade-Klonen, Supercomputern und anderen Projekten ist das Experimentieren mit Optik eines der interessantesten Dinge, die man mit einem Raspberry Pi machen kann. 360-Grad-Videos sind derzeit der Renner, aber die Anfangsinvestition ist für die meisten prohibitiv. Dieser neue Hack vom Portal Tinkernut basiert auf einer speziellen Panorama-Linse für das iPhone, und die Gesamtkosten des Projekts übersteigen nicht 75 Dollar.

Warum eine eigene 360-Grad-Kamera?

Möchtest du 360-Grad-Videos aufnehmen? Es gibt viele Optionen auf dem Markt, aber das ist eine relativ moderne Technologie, und die Preise sind noch nicht angemessen. Niemand mit klarem Verstand würde einem Anfänger empfehlen, mehr als 15.000 Dollar für so etwas wie die Odyssey-Plattform von GoPro auszugeben, nur um zu "starten". Daher ist der beste Ratschlag, sich ins Do-it-yourself-Territorium zu begeben. Ein bisschen Code, eine recycelte Linse, ein Raspberry Pi 3 und seine optionale Kamera bringen jeden auf den richtigen Weg, der bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen. Das vollständige Tutorial wurde von Tinkernut veröffentlicht und enthält neben dem gesamten relevanten Text auch mehrere Videos, mit denen wir den Prozess besser verfolgen können.

Die Umsetzung

Alles beginnt mit der Vorbereitung des Raspberry Pi 3, einschließlich eines Betriebssystem-Images auf der Speicherkarte, der Installation einiger Codecs und SimpleCV. Das Gerät, das den Panoramaeffekt erzeugt, ist eine kleine Linse, die mit dem alten iPhone 4 kompatibel ist und Kogeto Dot heißt. Die Linse muss mit einem Dremel oder einem ähnlichen Mini-Drehwerkzeug modifiziert werden, und Tinkernut bietet die notwendigen Dateien an, um mit einem 3D-Drucker einen Adapter zu erstellen. Danach verwandelt man den Raspberry Pi in einen kleinen Webserver (was seine Fernsteuerung ermöglicht), aktiviert den Hotspot-Modus, nimmt das erste Video auf und entfernt die natürliche Verzerrung. Die Videos können mit einem lokalen Tool wie GoPro VR Player abgespielt oder auf YouTube hochgeladen werden.

https://www.youtube.com/embed/twYbzXE6-ZY https://www.youtube.com/embed/_AKJ8IRubNo

Wie zu erwarten war, sind die Endergebnisse ... bescheiden. Der 8-Megapixel-Sensor in Version 2 des optischen Moduls, das mit dem Raspberry Pi kompatibel ist, ist definitiv zu kurz, während man mit dem Kogeto Dot im Wesentlichen das bekommt, wofür man bezahlt. Dennoch ist der Einstiegspunkt nur 75 Dollar oder weniger, wenn man bereits einen Teil der Hardware besitzt. Für ein Experiment ist das nicht schlecht.

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