El Confidencial berichtete am 16. Oktober 2026 über drei Kontakte während der Debatte um Spaniens geplante Regulierung von Rechenzentren: Spain DC traf CNMC-Präsident Juan José Ganuza am 10. September, Lisa Monaco und Ganuza nahmen am 1. Oktober am selben privaten Frühstück teil, und Google-Manager Kent Walker traf Ganuza am 8. Oktober.
Microsoft erklärte, Monaco habe bei dem Frühstück kein bilaterales Treffen mit der CNMC gehabt. Die CNMC zufolge ging es bei Walkers Gespräch um Wettbewerb, nicht um die Regulierung von Rechenzentren; Google lehnte gegenüber El Confidencial eine Stellungnahme ab.
Die berichteten Kontakte und der CNMC-Bericht
| Datum | Ereignis |
| 10. September 2026 | Spain DC trug Ganuza und seinem Team Einwände gegen den Entwurf vor und wies auf mögliche Folgen für Investitionen hin. |
| 22. September 2026 | Die CNMC genehmigte ihren Bericht zu den geplanten Anforderungen. |
| 1. Oktober 2026 | Lisa Monaco und Ganuza nahmen am selben privaten Frühstück der IE University teil. Microsoft erklärte, es habe kein bilaterales Treffen mit der CNMC gegeben. |
| 8. Oktober 2026 | Walker traf Ganuza. Die CNMC beschrieb das Gespräch als Austausch über Wettbewerbsfragen. |
| 9. Oktober 2026 | Die Schlussfolgerungen des CNMC-Berichts wurden öffentlich. |
Die zeitliche Abfolge trennt das Treffen von Spain DC von den späteren Kontakten Monacos und Walkers. Die CNMC hatte ihren Bericht bereits am 22. September genehmigt; dessen Schlussfolgerungen erschienen am Tag nach Walkers Treffen.
Was der Entwurf für Rechenzentren vorsah
Der Bericht beschrieb den damaligen Entwurf so, dass Rechenzentren mindestens 80 Prozent ihres Verbrauchs durch neue erneuerbare Erzeugung decken und Erzeugung und Verbrauch stündlich aufeinander abstimmen sollten. Das wären zwei miteinander verbundene Anforderungen: Der Anteil erneuerbarer Energie allein hätte demnach nicht genügt; auch der zeitliche Zusammenhang zwischen Erzeugung und Verbrauch sollte zählen.
Zum Stand vom 16. Oktober 2026 lagen dem Bericht zufolge mehr als 600 Stellungnahmen zum Entwurf vor. Die Prüfung durch den spanischen Staatsrat, den Consejo de Estado, stand noch aus.
Warum ein Branchenvertreter Spanien attraktiv fand
In einem am 19. Mai 2026 veröffentlichten Interview nannte James Matthews, kaufmännischer Leiter von Tillion Data Centers, vereinfachte Abläufe für den Bau und die Stromerzeugung sowie Spaniens Wind- und Solarressourcen als Gründe für die Attraktivität des Landes. Matthews sprach außerdem über die Zusammenarbeit mit Kommunen, damit Stromkapazitäten für tragfähige Projekte genutzt werden können.