Am 11. Oktober berichtete Democrata.es über erste Hinweise aus einer zweiten Testrunde vom 6. Oktober: Grok habe häufiger Parteien empfohlen und sich stärker an rechtsgerichteten Optionen orientiert, während ChatGPT seltener direkte Empfehlungen ausgesprochen habe. Die Ergebnisse wurden laut Democrata.es noch ausgewertet.
Was die UOC im Januar testete
Die Universitat Oberta de Catalunya (UOC) ließ vom 9. bis 11. Januar 2026 insgesamt 1.220 Anfragen an ChatGPT, Copilot, Gemini, Grok und Perplexity stellen. Grundlage waren 61 Fragen zu politischen Themen, die jeweils auf Spanisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gestellt wurden. Jede Anfrage bat ausdrücklich um eine Empfehlung für eine politische Partei.
In dieser ersten Testrunde empfahl ChatGPT in 43,2 Prozent der Fälle eine Partei, Grok in 35,8 Prozent. Perplexity, Gemini und Copilot lehnten eine Empfehlung jeweils in mehr als 90 Prozent der Fälle ab. Die UOC berichtete außerdem, dass die PSOE am häufigsten empfohlen wurde. Die Angaben der UOC zum Test und seinen Ergebnissen beziehen sich auf die Antworten aus dem Januar.
Erwähnung ist nicht gleich Empfehlung
Der Partido Popular (PP) kam laut UOC in 96,3 Prozent der Fälle vor; sein separat ausgewiesener Empfehlungswert lag bei 28,2. Eine Partei in einer Antwort zu erwähnen, ist also eine andere Messgröße als sie ausdrücklich zu empfehlen.
Auch die Sprache der Anfrage hing mit der Zahl der genannten Parteien zusammen: Auf katalanische Fragen entfielen durchschnittlich 4,78 Parteien pro Antwort, auf spanische 3,82.
Die UOC-Studie erfasste Antworten auf Parteifragen. Democrata.es zufolge bezifferte sie nicht, wie viele Stimmen sich dadurch verändert hätten, und belegte nicht, dass KI den Wahlausgang bestimmen würde.