Eine Bundesjury in San Diego befand am 25. September 2026 Berichten zufolge, Apple habe Ansprüche aus zwei Patenten von Taction Technology verletzt, und sprach Taction mehr als 5,7 Milliarden US-Dollar zu. Die Jury wertete die Verletzung nicht als vorsätzlich. Apple bestreitet den Patentverstoß und die Höhe des Schadenersatzes und kündigte an, Berufung einzulegen.

Zwei Patente und Apples Taptic Engine

Der Streit betrifft die US-Patente 10,659,885 und 10,820,117. Sie beziehen sich auf taktile Wandler, die Vibrationen erzeugen, die Menschen über den Tastsinn wahrnehmen können. In dem Verfahren ging es um Apples Taptic Engine, die in einigen iPhone- und Apple-Watch-Modellen haptische Rückmeldungen wie Klopfen oder Vibrationen erzeugt.

Apple bestreitet, Tactions Technologie zu verwenden. Das Unternehmen erklärt, die Taptic Engine unterscheide sich grundlegend von der Technik, die Taction zum Gegenstand ihrer Patente gemacht hat.

Was die Jury entschied

Die Jury befand Berichten zufolge, dass Apple Ansprüche aus beiden Patenten verletzt habe. Eine vorsätzliche Verletzung stellte sie jedoch nicht fest. Der Unterschied ist Teil des Jury-Urteils: Es sprach Taction mehr als 5,7 Milliarden US-Dollar zu, ohne Apple eine vorsätzliche Patentverletzung anzulasten.

Der Weg zum Urteil

Taction verklagte Apple 2021. 2023 entschied ein Gericht im sogenannten Summary-Judgment-Verfahren zugunsten Apples und beendete Tactions Verletzungsklage zunächst vor einem Prozess. Im August 2025 ließ der US Court of Appeals for the Federal Circuit Tactions Ansprüche wieder zu. Danach kam der Fall vor eine Jury in San Diego.

Apple weist sowohl das Urteil als auch die zugesprochene Summe zurück und kündigte an, Berufung einzulegen.