Die Betrugsschutz-Einstellungen findest du je nach Handy an unterschiedlichen Stellen: Samsung trennt Anruferkennung und Anrufwarnungen, Google bietet Schutz für Pixel-Anrufe und Nachrichten, und für iOS 27 wird eine Prüfung sensibler Aktionen in unterstützten Apps beschrieben. Die Funktionen setzen unterschiedliche Software voraus und sind nicht überall verfügbar.

Welche Schutzfunktion greift an welcher Stelle?

Anruferkennung und Sperren setzen an der Telefonnummer an. Eine Gesprächsanalyse kann während eines Anrufs warnen; Nachrichtenfilter reagieren auf verdächtige Mitteilungen. Die für iOS 27 beschriebene Impersonation Risk Detection soll dagegen das Risiko bestimmter Aktionen in teilnehmenden Apps bewerten.

Telefon oder FunktionWas wird geprüft?Wann greift sie?Wichtige Einschränkung
iPhone: Impersonation Risk DetectionRisiko bestimmter sensibler Aktionen in unterstützten AppsWenn eine App die Einschätzung anfordertDie Funktion und ihre Schritte für iOS 27 sind berichtet; nur teilnehmende Apps können sie nutzen.
Google Pixel: Scam Detection für AnrufeGesprächsmuster, die auf Betrug hindeuten könnenWährend eines möglichen BetrugsanrufsGoogle sagt, dass die Funktion nicht jeden Betrug erkennt.
Google Messages: Scam DetectionMuster in unterstützten NachrichtenBeim Eingang verdächtiger NachrichtenGoogle nennt eine Verfügbarkeit in mehr als 20 Ländern; die konkrete Unterstützung hängt vom Land und Gerät ab.
Samsung Galaxy: Smart CallVerdächtige Spam- und BetrugsanrufeBei der Anruferkennung und beim BlockierenSamsung weist darauf hin, dass Smart Call nicht bei jedem Modell oder Mobilfunkanbieter verfügbar ist.
Samsung Galaxy: AI Scam DetectionAnrufmerkmale, die auf einen möglichen Betrug hindeutenWährend des GesprächsSamsung nennt Android 16 und One UI 8.5 oder höher als Voraussetzung.

iPhone: die für iOS 27 beschriebene Einstellung

Für iOS 27 wird eine Funktion namens Impersonation Risk Detection beschrieben. Sie soll teilnehmenden Apps für bestimmte sensible Vorgänge – etwa Zahlungen oder Änderungen an der Kontosicherheit – eine Risikostufe liefern: „Unbekannt“, „Mittel“ oder „Hoch“. Die App entscheidet dann, ob sie warnt, eine zusätzliche Identitätsprüfung verlangt oder den Vorgang verzögert.

Der dafür angegebene Pfad lautet Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Impersonation Risk Detection > Mit App-Entwicklern teilen. Die Freigabe ist dem Bericht zufolge optional; für die Anmeldung kann die Apple-ID verlangt werden. Änderungen können bis zu 24 Stunden benötigen. In den Einstellungen lassen sich außerdem jüngste App-Anfragen ansehen und einzeln widerrufen.

Die Funktion soll keine pauschale Betrugssperre für das ganze iPhone sein: Eine App kann die Einschätzung nur anfordern, wenn sie das System unterstützt. Mehr zum Betriebssystem: Welche iPhones iOS 27 unterstützen.

Samsung Galaxy: Anrufer blockieren oder während des Gesprächs warnen lassen

Samsung bietet zwei getrennte Funktionen. Smart Call zeigt Anruferkennung und Spam-Schutz; AI Scam Detection kann während eines möglichen Betrugsanrufs warnen. Die eine Funktion ersetzt die andere also nicht.

Smart Call einrichten

  1. Öffne die Telefon-App.
  2. Tippe auf Weitere Optionen > Einstellungen > Anrufer-ID und Spam-Schutz.
  3. Aktiviere den Schutz und wähle zwischen Alle Spam- und Betrugsanrufe blockieren und Nur Anrufe mit hohem Betrugsrisiko blockieren.

Die strengere Einstellung kann auch erwünschte Anrufe abweisen. Wenn ein erwarteter Anruf ausbleibt, lohnt sich ein Blick auf die gewählte Blockierstufe.

AI Scam Detection finden

Auf berechtigten Geräten führt der Pfad über Telefon > Weitere Optionen > Einstellungen > Betrugserkennung. Samsung nennt Android 16 mit One UI 8.5 oder höher als Voraussetzung. Für Hinweise lassen sich Ton, Vibration oder beides wählen; nach einer Warnung kannst du den Anruf annehmen oder blockieren.

Google Pixel: Anruf- und Nachrichtenschutz getrennt einstellen

Google führt Deutschland in seiner Ankündigung vom 25. Februar 2026 als Markt für Pixel Scam Detection bei Anrufen auf. Für Deutschland nennt die Supportübersicht Pixel 9 und neuere Modelle. Die Anruffunktion ist eine separate Einstellung und muss aktiviert werden.

Scam Detection für Anrufe

  1. Öffne Telefon.
  2. Tippe auf Menü > Einstellungen > Scam Detection.
  3. Aktiviere die Funktion, falls sie auf deinem Gerät verfügbar ist.

Google zufolge läuft die Analyse auf dem Gerät. Die Funktion betrifft Anrufe, die als möglicher Betrug erkannt werden, nicht Anrufe von gespeicherten Kontakten. Google sagt außerdem, dass das verarbeitete Gespräch weder auf dem Gerät gespeichert noch nach außen weitergegeben wird. Die Erkennung kann trotzdem Betrugsanrufe übersehen.

Scam Detection für Nachrichten

Der Nachrichtenfilter ist von der Anruffunktion getrennt. Google zufolge ist Google Messages Scam Detection in mehr als 20 Ländern verfügbar und unterstützt Englisch, Arabisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch.

Der angegebene Einstellungsweg führt über Einstellungen > Sicherheit & Datenschutz > Weitere Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen > Betrugserkennung > Nachrichtenbetrug. Dort kannst du die Nachrichtenfunktion aufrufen, sofern sie auf deinem Gerät verfügbar ist.

Was tun, wenn eine Warnung erscheint – oder ausbleibt?

Eine Warnung ist ein Hinweis, keine Garantie dafür, dass sich jeder Betrugsversuch erkennen lässt. Auch Anruferkennungen können durch gefälschte Rufnummern in die Irre führen; strenge Filter können umgekehrt erwünschte Anrufe blockieren.

Legt ein Anrufer Druck auf oder verlangt Passwörter, PINs oder Bestätigungscodes, beende das Gespräch und wende dich selbst an die angebliche Organisation – über deren offizielle App, Website oder eine unabhängig ermittelte Telefonnummer. Eine Telefonnummer allein verschafft niemandem automatisch Zugang zu deinem Bankkonto, kann aber bei Täuschungsversuchen oder einem SIM-Swap eine Rolle spielen. Gib vertrauliche Zugangsdaten und Codes deshalb nicht an einen unaufgefordert anrufenden Gesprächspartner weiter.