Die Stadt Augsburg hat neue Ampeln im Boden installiert, um Fußgänger zu warnen, die beim Gehen auf ihr Smartphone schauen. Diese sollen Unfälle verhindern, die durch abgelenkte Smartphone-Nutzer verursacht werden.
Das Problem der abgelenkten Fußgänger
Immer mehr Menschen laufen mit gesenktem Kopf und starren auf ihr Handy, ohne auf die Umgebung zu achten. Das führt dazu, dass sie gegen Laternen stoßen, andere Personen anrempeln oder sogar Straßen und Bahngleise überqueren, obwohl die Ampel rot ist. Diese Unachtsamkeit ist besonders in deutschen Städten ein Problem. Erst im März wurde in München ein 15-jähriges Mädchen von einer Straßenbahn erfasst und getötet, während es auf sein Smartphone schaute.
Die Lösung: Ampeln im Boden
Um solche Unfälle zu verhindern, hat die Stadt Augsburg an zwei Straßenbahnübergängen zusätzliche LED-Lampen in den Boden eingebaut. Diese blinken grün, wenn die Straße sicher überquert werden kann, und rot, wenn man sofort anhalten muss. Tobias Harms, der für die Stadtverwaltung zuständig ist, erklärt im Video, dass das normale Ampelsignal für viele Fußgänger heutzutage nicht mehr in ihrem Blickfeld liegt. Deshalb habe man eine zusätzliche Lichtreihe installiert. Je mehr Lichter, desto eher bemerken die Menschen sie.
Reaktionen und Ausblick
Die Meinungen der Augsburger sind geteilt. Viele zeigen sich zufrieden mit der Innovation, während andere ein ungutes Gefühl haben. „Ich finde es erschreckend, dass die Nutzer so süchtig nach ihren Smartphones sind, dass sie Lichter auf dem Boden installieren müssen, um sie vor einer herannahenden Straßenbahn zu warnen“, sagt ein besorgter Bürger im Video.
Diese Erfindung könnte auch in den USA zum Einsatz kommen, wo eine Zunahme von Verletzungen und Todesfällen teilweise auf abgelenkte Smartphone-Nutzer zurückgeführt wird.