Die ersten Verkaufsautomaten konzentrierten sich auf den Verkauf von Wein und Tabak. Danach kamen Postkarten, Briefmarken und Umschläge hinzu. Mit der Zeit verbesserten sich die Modelle, um Zeitungen, Speisen und Getränke (kalt oder heiß), Spielzeug, Bücher und sogar Kosmetik anzubieten. Doch ein Unternehmen in den USA beschloss, seiner „Waffenkultur“ Tribut zu zollen … und begann, Munitionsautomaten zu vertreiben. Das Internet steht in Flammen.
Munitionsautomaten: Nur in Amerika
Ja, die Amerikaner haben eine sehr enge Beziehung zu ihren Waffen. Nein, das ist keine Übertreibung: Schätzungen zufolge gibt es 120 Waffen pro 100 Menschen in diesem Land, und die Zahlen steigen weiter. Diese „Waffenkultur“ zu studieren ist ein faszinierender Prozess, der uns über 250 Jahre in die Vergangenheit führt, vor der Revolution, mit Einwanderern, die nach Westen expandierten, dem Fehlen von Behörden und der Notwendigkeit zu jagen und sich zu verteidigen. Doch ihre „moderne Interpretation“ hat zu extravaganten Entwicklungen geführt wie Roboterhunde mit Flammenwerfern, und ihr neuester Ausdruck … Munitionsautomaten.
American Rounds ist ein Unternehmen, das in der Stadt Dallas tätig ist. Sein CEO, Grant Magers, hat den Medien erklärt, dass die Maschinen alle bundesstaatlichen Anforderungen erfüllen, da der Prozess weder anonym noch privat ist: Um den Kauf abzuschließen, muss der Kunde einen gültigen Ausweis in die Maschine einführen (wodurch bestätigt wird, dass er über 21 Jahre alt ist) und einer Gesichtserfassung zustimmen, um per Gesichtserkennung zu validieren, dass es sich um dieselbe Person handelt.
Derzeit sind nur sechs Maschinen in Betrieb: Vier in Oklahoma (Super C Mart), eine in Alabama (Fresh Value, aber ABC News berichtet, dass sie entfernt wurde) und eine in Texas (Lowe’s Market) ... die sich offenbar nur wenige Meter von einer Schule entfernt befindet. Magers fügte außerdem hinzu, dass sie „mehr als 200 Anfragen“ erhalten hätten, um Maschinen in neun verschiedenen Bundesstaaten zu installieren.
Wie ist die Meinung der Behörden? Die ATF (Bundesbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe) sagte, dass die Maschinen legal sind und keine Lizenz erfordern, aber jeder Munitionsverkauf muss staatliche und bundesstaatliche Gesetze einhalten. Beispielsweise legt das Bundesgesetz fest, dass der Käufer mindestens 18 Jahre alt sein muss, um Schrot- und Gewehrmunition zu kaufen, und 21 Jahre für Handfeuerwaffen (Pistolen/Revolver). American Rounds hat in allen Fällen eine Altersgrenze von 21 Jahren festgelegt.
Quellen: Morning Brew, AP News