Broadcom lässt vSphere Standard 8 und vSphere Enterprise Plus 8 in den EWR-Staaten bis zum 31. Oktober 2027 weiterverkaufen. Für aktive Abonnements ist Extended Support bis zum früheren Termin eingeschlossen: dem Ende des jeweiligen Abonnements oder dem 31. Oktober 2028. Deutschland fällt als EU-Mitglied unter diese Regelung. Broadcoms Ankündigung vom 4. November 2026 nennt außerdem ein separates Angebot auf Basis von vSphere 9: vSphere Express.
Welche vSphere-8-Versionen Broadcom nennt
Die EWR-Regelung betrifft vSphere Standard 8 und vSphere Enterprise Plus 8. Beide Editionen bleiben in den EWR-Staaten bis zum 31. Oktober 2027 im Verkauf. Der eingeschlossene Extended Support gilt für aktive Abonnements und endet spätestens am 31. Oktober 2028.
Warum das Ende des Abonnements zählt
Das Enddatum des aktiven Abonnements kann vor dem äußersten Stichtag für Extended Support liegen. Läuft das Abo früher aus, endet der eingeschlossene Support zu diesem früheren Termin. Der 31. Oktober 2028 ist also keine pauschale Verlängerung für alle Abonnenten.
Für die Planung zählt zuerst das Ende des eigenen aktiven Abonnements; der 31. Oktober 2028 ist die äußerste Grenze.
vSphere Express ist ein separates Angebot
Broadcom beschreibt vSphere Express als ein eigenständiges, auf vSphere 9 basierendes Angebot für kleinere Umgebungen mit bis zu 128 Prozessorkernen. Laut Broadcom ist es sofort in allen Regionen verfügbar. Zu den genannten Funktionen gehören:
- vMotion
- High Availability
- Distributed Switch
- vCenter Quick Patch
- Unterstützung für TPM 2.0 und vTPM 2.0
Diese Angaben betreffen vSphere Express, nicht die EWR-Verkaufs- und Supportregelung für die beiden vSphere-8-Editionen.
Welche Folgen die Frist für die IT-Planung hat
Die zusätzliche Zeit verändert für Unternehmen nicht automatisch die langfristige Plattformentscheidung. Matt Kimball, VP und Principal Analyst bei Moor Insights & Strategy, bewertet den längeren Zeithorizont als zu kurz, um die strategische Modernisierung grundsätzlich zu verändern. Aman Mahapatra, Chief Strategy Officer bei Tribeca Softech, verweist auf möglichen Mehraufwand für multinationale Unternehmen, wenn Regionen unterschiedliche Patch-Zyklen, Sicherheitsstandards, Werkzeuge und Notfallwiederherstellung nutzen.