Die Geschichte des Commodore 64 ist noch lange nicht zu Ende. Mit jahrzehntelanger Dokumentation, einer Vielzahl an Hacks, Mods, Reproduktionen und Emulatoren ist es leicht, in das Universum von Commodore und seinen Spielen einzutauchen. Allerdings bedeutet das auch, dass wir uns mit seinen wichtigsten Einschränkungen auseinandersetzen müssen, angefangen beim Betriebssystem. Die offizielle BASIC-Umgebung hat gegenüber heutigen Anforderungen nicht viel zu bieten, und mit diesem Gedanken hat der Programmierer Gregory Naçu beschlossen, ein neues Betriebssystem namens C64OS zu entwickeln.
Zum Geburtstag, Commodore 64! Dieses unvergessliche Gerät kam im August 1982 in die Regale und wurde für Millionen von Familien auf der ganzen Welt zum „ersten“ Computer. Tatsächlich war es so beliebt, dass es das Unternehmen bis zu seinem Ende im Mai 1994 begleitete, und heute sprechen wir von einem echten „Kultrechner“. Eine einfache Suche auf YouTube zeigt dir alles, was du über moderne Reproduktionen, Mods und fortgeschrittene Reparaturen (PLA, VIC, SID, Speichermodule usw.) wissen musst, aber heute wollen wir die Möglichkeit eines anderen Betriebssystems erkunden.
Die Idee ist nicht gerade neu: Einige unserer Leser erinnern sich vielleicht an GEOS, das 1986 von Berkeley Softworks entwickelt wurde, und es gibt auch spezialisiertere Optionen wie Contiki, aber Gregory Naçu glaubt, eine moderne Alternative anbieten zu können, ohne Geschwindigkeit zu opfern oder extreme Hacks anzuwenden. Das Ergebnis ist C64OS, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet und kurz vor der endgültigen Version steht.
Ist es möglich, einen Commodore 64 zu modernisieren? Lerne C64OS kennen
Das Video zeigt eine vorläufige Version des Betriebssystems, aber es reicht völlig aus, um das Erscheinungsbild und die allgemeine Funktionsweise zu studieren. Im Gegensatz zu anderen Projekten wie GEOS respektiert C64OS die ursprünglichen Bedingungen des Grafikmodus, also 320 x 200 Pixel, eine 16-Farben-Palette und die native Zeichensatzkarte. Das ist vielleicht nicht die attraktivste Kombination der Welt, aber wenn man Leistungs- und Speicherparameter berücksichtigt, handelt es sich um eine clevere Strategie.
Die Benutzeroberfläche unterstützt Auswahl und Ziehen, mehrere Desktops, einklappbare Menüs, Bildschirmteilung, eine Echtzeit-Anzeige des verfügbaren Speichers, anpassbare Designs (zusätzlich zu hell und dunkel) und natürlich Anwendungen. Dateimanager, Bildergalerie, Rechner, Kalender und Schach gehören zur Anfangswahl.
Was braucht man also genau, um C64OS auszuführen? Das Betriebssystem verwendet einige Funktionen des ursprünglichen Kernels (im Commodore-Universum als „Kernal“ bezeichnet), und Gregory empfiehlt die Installation einer optimierten Variante wie JiffyDOS. Auf der Hardwareseite wird C64OS auf einer SD-Karte verteilt, was bedeutet, dass wir ein Zubehör wie SD2IEC anschließen müssen. Enthusiasten können jedoch den Weg über den VICE-Emulator wählen und es dort ausprobieren.
Offizielle Website: Hier klicken.