Claude kann über Home Assistant Assist Informationen zu freigegebenen Geräten abrufen und unterstützte Aktionen ausführen. Welche Geräte erreichbar sind, hängt von den freigegebenen Entitäten ab. Für die gehostete Claude-Verbindung muss Home Assistant außerdem aus dem Internet erreichbar sein; Home Assistant Cloud ist dafür eine mögliche, aber nicht die einzige Lösung. Home Assistant beschreibt die MCP-Verbindung und ihre Voraussetzungen.

Was Claude über Home Assistant Assist steuern kann

Das Model Context Protocol (MCP) verbindet einen externen Client wie Claude mit ausgewählten Home-Assistant-Schnittstellen. Die eingebaute Assist-API arbeitet mit unterstützten Befehlen, sogenannten Intents, und den dafür freigegebenen Entitäten. Sie kann Geräte abfragen und steuern, aber keine administrativen Aufgaben ausführen. Home Assistant erläutert den Umfang der Assist-API.

In einem am 31. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht schilderte Clubic einen Test mit drei Schreibtischlampen: Claude konnte ihren Zustand abfragen und sie ein- und ausschalten. Bei Helligkeitseinstellungen und einem Thermostat fehlten zunächst die passenden Werkzeuge in der Sitzung. Nachdem der Autor die Werkzeugverfügbarkeit korrigiert hatte, meldete Clubic Einstellungen von 20 und 70 Prozent für die Lampen sowie eine Anpassung des Thermostats. Später umfasste die Freigabe laut Bericht 17 Entitäten.

Eine Entität steht in Home Assistant für ein einzelnes Gerät oder eine seiner Funktionen. Deshalb bedeutet die Freigabe eines Geräts nicht automatisch, dass auch jede zugehörige Funktion erreichbar ist. Für die konkrete Aufgabe zählen sowohl die freigegebenen Entitäten als auch die von Assist unterstützten Befehle.

Warum Claude Fernzugriff auf Home Assistant braucht

Bei der gehosteten Claude-Verbindung läuft der Zugriff über das Internet: Home Assistant muss von außen erreichbar sein. Laut der Home-Assistant-Dokumentation zum MCP-Server kann dafür Home Assistant Cloud oder eine andere Methode für den Fernzugriff dienen. Clubic nutzte in seinem Test Home Assistant Cloud von Nabu Casa; daraus folgt keine Pflicht, genau diesen Dienst zu verwenden.

Internet-Erreichbarkeit und Berechtigungen sind zwei verschiedene Einstellungen. Die Verbindung stellt den Weg zum Server her. Welche Geräte Claude anschließend abfragen oder bedienen kann, richtet sich nach der verwendeten Schnittstelle und den dort verfügbaren Entitäten.

Assist, globaler MCP-Endpunkt und weitere Werkzeuge

Die Bezeichnung MCP deckt in Home Assistant unterschiedliche Wege ab. Sie sind nicht austauschbar: Assist ist auf freigegebene Entitäten und unterstützte Befehle begrenzt, während der globale MCP-Endpunkt weitere konfigurierte LLM-Schnittstellen bereitstellen kann.

WegAufgabeUmfang
Home Assistant Assist über MCPInformationen zu freigegebenen Entitäten abrufen und unterstützte Geräteaktionen ausführenKeine administrativen Aufgaben über die eingebaute Assist-API
Globaler MCP-Endpunkt von Home AssistantKonfigurierte LLM-Schnittstellen für MCP-Clients verfügbar machenLaut Home Assistant sind standardmäßig alle LLM-APIs und ein Administratorkonto vorgesehen; die Konfiguration kann die verfügbaren APIs einschränken
homeassistant-ai/ha-mcpSeparates Community-Projekt für Geräte- und KonfigurationsaufgabenDas Projekt beschreibt in seinem Repository weiter reichende Verwaltungswerkzeuge; es ist nicht die Assist-Schnittstelle aus dem Clubic-Test
Home Assistant Manager für Claude CodeArbeitsabläufe für Konfiguration, Prüfung, Bereitstellung und AutomatisierungEin Claude-Code-Skill, kein MCP-Server und keine eigene Zugriffssperre; die beschriebenen Funktionen stammen aus dem Projekt-Repository

Wer nur einzelne Geräte bedienen möchte, findet die relevanten Grenzen in der Assist-API und den freigegebenen Entitäten. Für Konfigurationsaufgaben beschreiben Community-Projekte andere Werkzeuge und Arbeitsabläufe. Ihre Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Projekte, nicht auf die eingebaute Assist-API.

Was beim Garagenschloss geschah

Clubic berichtete, dass Claude in seinem Test ein Garagenschloss entriegelte, das der Autor zuvor bewusst freigegeben hatte. Claude schlug dafür einen allgemeinen Ausschaltbefehl vor; der Autor stimmte zu. Der Bericht beschreibt damit ein einzelnes Schloss in einer bestimmten Home-Assistant-Konfiguration.

Der Autor hatte Claude angewiesen, vor Geräteaktionen um Zustimmung zu bitten. Laut Clubic hielt sich Claude im Test daran. Eine Gesprächsanweisung ist jedoch keine technische Berechtigungsgrenze: Den Zugriff bestimmen die konfigurierte Schnittstelle und die freigegebenen Entitäten. Home Assistant führt in der Liste der eingebauten Assist-Befehle keinen eigenen Befehl zum Entriegeln eines Schlosses auf; der Bericht beschreibt den konkreten Ausgang des Tests, nicht eine allgemeine Funktion für Schlösser. Die Liste der eingebauten Assist-Befehle führt unter anderem Ein-/Ausschalten, Statusabfragen, Lichtsteuerung und Temperatureinstellungen auf.

Spracheingabe mit iPhone-Taste und Sonos

Smart Life zeigt in dieser englischsprachigen Demonstration eine separate Sprachsteuerung mit iPhone-Taste und Sonos-Lautsprecher.

Eine separate Demonstration von Smart Life zeigt einen anderen Bedienweg: Eine Taste am iPhone löst die Spracheingabe aus, die Antwort wird über einen Sonos-Lautsprecher ausgegeben. Das englischsprachige Video vom 20. Oktober 2026 zeigt unter anderem Abfragen und Mediensteuerung. Es handelt sich um eine eigene Claude- und Home-Assistant-Konfiguration, nicht um eine Wiederholung des von Clubic geschilderten Schloss-Tests.