ServeTheHome berichtete am 2. November 2026, Patrick Kennedy habe am Stand von ASRock Rack beim OCP Global Summit 2026 in San Jose mehrere NVIDIA-Systeme gesehen: vom 48-RU-Rack Vera Rubin NVL72 über HGX Rubin NVL8-Server in 2U und 5U bis zu RTX-PRO-Systemen mit Hybrid- oder Luftkühlung. Besonders deutlich unterscheiden sich die beiden HGX-Konfigurationen bei Kühlung, E1.S-Laufwerksschächten und Stromversorgung.
Vom NVL72-Rack zu den HGX-Rubin-Servern
Das XGMRACK-VR/NVL72 ist laut ServeTheHome ein vollständig flüssigkeitsgekühltes 48-RU-Rack mit 18 Rechentrays und neun NVLink-6-Switch-Trays. Darin stecken insgesamt 36 Vera-CPUs und 72 Rubin-GPUs. Für die Kühlung nennt der Bericht neben Lösungen im Rack oder in der Rackreihe auch einen Flüssigkeit-Luft-Wärmetauscher an der Rackrückseite sowie eine seitliche CDU, die Flüssigkeit auf Luft überträgt.
Daneben zeigte der Stand zwei Gehäusevarianten mit NVIDIA HGX Rubin NVL8. Das 2U16X-GNR2/DLC RUBIN bringt acht GPUs in einem 2U-Gehäuse unter. Flüssigkeitskühlung erreicht laut Bericht GPUs, CPUs und E1.S-Laufwerke; das System kommt ohne Lüfter aus und nutzt eine 54-V-Gleichstrom-Sammelschiene. Acht hot-swap-fähige E1.S-NVMe-Schächte und acht 800-Gbit/s-OSFP-Ports gehören ebenfalls zur beschriebenen Konfiguration.
So unterscheiden sich die HGX-Rubin-Systeme in 2U und 5U
Beide Systeme sind für acht GPUs ausgelegt und setzen auf HGX Rubin NVL8 sowie einen Dual-Socket-Host mit Xeon 6. Die gemeldeten Unterschiede betreffen vor allem Kühlung, Laufwerksschächte und Stromversorgung.
| System | Gehäusehöhe | GPUs | Kühlung | E1.S-Schächte | Stromversorgung |
| 2U16X-GNR2/DLC RUBIN | 2U | 8 | Flüssigkeitsgekühlt, ohne Lüfter | 8 | 54-V-Gleichstrom-Sammelschiene |
| 5U16X-GNR2/DLC RUBIN | 5U | 8 | Hybrid: Flüssigkeit für CPUs und GPUs, Luft für den Rest | 10 | Herkömmliche Netzteile, 12 × 3.200 W in 8+4-Anordnung |
Das 5U16X-GNR2/DLC RUBIN hat außerdem vier FHFL-Steckplätze für PCIe Gen6 x16. Die höhere Bauform bringt damit in der beschriebenen Konfiguration mehr E1.S-Schächte und ausdrücklich ausgewiesene Erweiterungsplätze mit sich. Sie nutzt eine andere Kühl- und Stromarchitektur als das kompaktere, vollständig flüssigkeitsgekühlte 2U-System.
RTX-PRO-Systeme mit Hybrid- und Luftkühlung
Auch die RTX-PRO-Server am Stand verteilten sich auf unterschiedliche Kühlkonzepte. Das 6UXGM-GNR2 CX8/DLC ist ein 6U-MGX-System für bis zu acht flüssigkeitsgekühlte RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs. Die oberen 2U werden mit Luft gekühlt, die unteren 4U mit Flüssigkeit. Der Bericht nennt außerdem 16 hot-swap-fähige E1.S-Schächte und acht 400-Gbit/s-QSFP-Ports.
Das 4UXGM-GNR2 CX8 ist dagegen ein luftgekühlter 4U-Server, ausgelegt für acht FHFL-GPUs mit zwei Steckplatzbreiten und PCIe Gen5 x16. ServeTheHome zufolge verzichtet das System auf PCIe-Switches und zusätzliche PCIe-Netzwerkkarten, was den Luftstrom im Gehäuse begünstigt. Zum weiteren Stand gehörten laut Bericht ein Dual-Vera-CPU-Server, ein flüssigkeitsgekühlter NVIDIA Spectrum-X SN6600-LD-Switch und eine passiv gekühlte RTX PRO 4500 Blackwell Server Edition GPU.
Was die NVFP4-Angaben aussagen
Die von ServeTheHome NVIDIA zugeschriebenen Plattformwerte unterscheiden sich nach System und Rechenaufgabe: Für das Vera Rubin NVL72 nennt der Bericht 3.600 PFLOPS bei NVFP4-Sparse-Inferenz und 2.520 PFLOPS bei NVFP4-Dense-Training. Für HGX Rubin NVL8 führt er 400 PFLOPS bei NVFP4-Sparse-Compute an. Das sind NVIDIA zugeschriebene Plattformangaben, keine unabhängig ermittelten Benchmarkwerte.