Die britische Competition and Markets Authority (CMA) eröffnete am 30. Oktober 2026 eine Untersuchung zu Metas vorgeschlagenen Geschäftsbedingungen für Unternehmen, die dessen Plattformen nutzen. Die Behörde prüft, ob die Bedingungen Meta ermöglichen könnten, Inhalte von Websites von Verlagen und anderen Unternehmen zu sammeln und für eigene Produkte, darunter KI-Funktionen, zu verwenden, ohne dass die betroffenen Unternehmen über das Ob und Wie entscheiden können. Bei Eröffnung hatte die CMA noch nicht entschieden, ob Meta gegen das Gesetz verstoßen hat. Die Mitteilung der CMA nennt tausende britische Unternehmen als potenziell betroffen, die Metas Dienste nutzen, um Kunden und Publikum zu erreichen.

Was die CMA an Metas Bedingungen prüft

Im Mittelpunkt steht die mögliche Nutzung von Website-Inhalten unter den vorgeschlagenen Bedingungen. Die CMA untersucht, ob Unternehmen dabei die Wahl hätten, ob und wie Meta ihre Inhalte für Produkte und Dienste verwenden darf. Dazu zählen nach Darstellung der Behörde auch KI-Funktionen.

Der gesetzliche Prüfmaßstab

Die CMA stützt die Untersuchung auf den Competition Act 1998. Zunächst prüft sie, ob Meta in einem relevanten britischen Markt eine marktbeherrschende Stellung hat. Nur wenn das zutrifft, untersucht sie, ob Meta diese Stellung durch die vorgeschlagenen Bedingungen missbraucht.

Wie es zur Pause der geplanten Änderungen kam

Meta hatte den Start der Änderungen zunächst für den 30. Oktober 2026 vorgesehen. Nach Gesprächen mit der CMA verschob das Unternehmen den geplanten Termin auf den 20. November. Am 28. Oktober kündigte Meta eine Pause des Rollouts bis zu Konsultationen mit Branchenverbänden an. Zwei Tage später eröffnete die CMA ihre Untersuchung.

Welche Fragen die CMA getrennt behandelt

Die CMA ordnet ihre Informationsbeschaffung zu Meta One sowie die Bedenken der Federation of Small Businesses (FSB) zu externen Link-Beiträgen auf Facebook und Instagram ohne Abonnementgebühr als separate Angelegenheiten ein. Sie gehören nicht zur Untersuchung nach dem Competition Act 1998.