Wir haben allen Grund, unser Wissen über Bioenergie und andere alternative Quellen zu erweitern, und die neuesten Entwicklungen führen uns in die Welt der Fotografie. Es mag seltsam erscheinen, aber eine Gruppe von Forschern im ZSL London Zoo hat die erste Kamera geschaffen, die mit der Energie einer Pflanze betrieben wird – eine Entwicklung, die die Naturschutzbemühungen revolutionieren könnte. Wie haben sie sie getestet? Indem sie das System so einrichteten, dass die Pflanze Energie speichert und Selfies macht …
Warum alternative Energie?
Autos, Flugzeuge, Fernseher, Computer, das Smartphone, auf dem du diese Zeilen liest, dein eigener Körper – alles braucht auf die eine oder andere Weise Energie. Diese Energie sollte möglichst reichlich, billig und sauber sein, eine Gleichung, die sich als sehr schwer auszubalancieren erwiesen hat. Doch die Natur versteht es, Energie zu erzeugen, und vor allem versteht sie es, sie effizienter zu nutzen.
Also haben wir das eine oder andere zu lernen. Je mehr wir den Stromverbrauch unserer Geräte reduzieren, desto mehr eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten in Bereichen, die bisher unzugänglich waren. Wenn du heute zum Beispiel eine Kamera im Wald aufstellen willst, musst du wahrscheinlich eine Batterie und ein Solarpanel zu dieser Konfiguration hinzufügen. Wie klingt es da, eine Kamera zu haben, die die Energie einer Pflanze nutzen kann?
Die Kamera und Pete
Eine Gruppe von Forschern des ZSL London Zoo hat sich mit dem amerikanischen Unternehmen Xnor.ai zusammengetan, um eine Kamera zu entwickeln, die mit der Energie einer Pflanze betrieben wird. Der „Teilnehmer“ des Experiments ist ein Farn namens Pete, der in der Ausstellung „Rainforest Life“ des Zoos steht. Pete erhielt mikrobielle Brennstoffzellen. Während des gesamten Sommers wuchs er und lagerte Biomasse im Boden ab, die wiederum die natürlichen Bakterien im Boden ernährt. Das erzeugt Energie, die von den Brennstoffzellen genutzt wird – genug, um Kameras, Sensoren und andere ferne Werkzeuge zu betreiben.
Der Test
Der Pilotversuch bestand darin, das System so einzurichten, dass Pete durchschnittlich alle 20 Sekunden Selfies macht. Tatsächlich haben die Verantwortlichen des Experiments dem Farn Pete auch den einen oder anderen Photobomb geleistet. Die Kombination aus dieser hocheffizienten Kamera und den Energiezellen funktioniert viel besser als erwartet. Der nächste Schritt ist, die Ergebnisse außerhalb der Ausstellung in einem echten Wald zu reproduzieren.
Quelle: PetaPixel
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