Unsere Leser erinnern sich vielleicht an Kano, einen auf dem Raspberry Pi basierenden Computer, der zu einem der beliebtesten Bildungsprojekte auf Kickstarter wurde. Mit der Zeit hat Kano ein Modul zum Bau eines Bildschirms hinzugefügt und sucht nun mit drei speziellen Modulen nach neuen Horizonten: einem Pixel-Grid, einem Lautsprecher und einer Kamera. Bauen und Programmieren gehen bei Kano Hand in Hand, sodass es durch den Code viel zu entdecken gibt.
Bildung durch Technik
Das Programmieren in den Unterricht zu bringen, bleibt eine der großen Herausforderungen moderner Bildungssysteme. Technologie umgibt die Jüngsten vollständig, aber nur wenige übernehmen wirklich die Kontrolle darüber. Die effektivste Methode, die Ingenieure von morgen zu fördern, ist eine geeignete Umgebung zum Erkunden, Experimentieren, Scheitern und erneuten Versuchen – genau so entstehen Initiativen wie Kano. Die neueste Generation dieses auffälligen Computers basiert auf dem Raspberry Pi 3, obwohl niemand technisch gezwungen ist, das offizielle Kit zu kaufen. Immerhin ist das Betriebssystem Open Source und funktioniert auf allen Raspberry-Pi-Generationen. Ein Detail, das uns an Kano schon immer interessiert hat, ist sein modulares Profil. Die Schüler lernen nicht nur zu programmieren, sondern auch, den Computer zusammenzubauen. Kurze Zeit später gingen die Verantwortlichen mit einem Bildschirmmodul den nächsten Schritt, und nun entdecken wir drei neue Optionen.
Drei neue Module für den Kano
Das erste ist eine Kamera. In ihrem Inneren befindet sich ein Mini-Computer mit Quad-Core-Prozessor und vier Kernen, begleitet von einem Fünf-Megapixel-Sensor, einem LED-Ring als Blitz, einem Stativ, einem Akku mit drei Stunden Laufzeit und einem Auslösesensor, der Foto- oder Videoaufnahmen bei Bewegungserkennung ermöglicht.
Die zweite Option ist das Kit für ein Pixel-Grid. Die Hardware ist dieselbe, aber es liefert ein Gitter mit 128 RGB-LEDs, ein Mikrofon und einen Neigungssensor, der durch „Schwingen“ Befehle an das Modul überträgt.
Das letzte Element ist ein Lautsprecher. Neben Bluetooth-Streaming besitzt er einen herkömmlichen 3,5-mm-Anschluss (was die Kompatibilität erheblich erweitert), ein „Drumpad“ zum Erstellen von Musik und einen Gestensensor, der das Audio je nach Programmierung verzerrt.
Crowdfunding und Preise
Wie erwartet hat sich Kano erneut für Crowdfunding entschieden, und seine neue Kampagne auf Kickstarter hat bereits 135.000 Dollar von insgesamt 500.000 eingesammelt. Die drei Module kosten einzeln 99 Dollar bzw. 249 Dollar für alle drei zusammen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Module auch Computer sind, was (teilweise) den hohen Preis rechtfertigt. In der Kampagne werden drei verschiedene Liefertermine genannt: Das Pixel-Grid wird im März 2017 ausgeliefert, die Kamera im Mai und der Lautsprecher im Juli desselben Jahres.