DeepSeek erprobt offenbar eine begrenzte Sprachfunktion in seiner App. Einige Nutzer sollen Antworten über ein Lautsprecher-Symbol vorlesen lassen können; außerdem werden vier auswählbare Stimmprofile genannt. Das ist noch kein allgemein verfügbarer, freihändiger Zwei-Wege-Sprachchat.

Was die Funktion offenbar kann

Das Lautsprecher-Symbol soll sich oben rechts in der App befinden. Wird es ausgewählt, können Antworten von DeepSeek vorgelesen werden. Für die Ausgabe stehen laut der Beschreibung des Tests vier Profile zur Wahl.

Damit ist die praktische Grenze des aktuellen Stands wichtig: Vorlesen ist nicht dasselbe wie ein vollständiges Sprachgespräch. Die Wiedergabe von Antworten beschreibt eine Ausgabefunktion. Ein durchgängiger Dialog, bei dem Nutzer sprechen und DeepSeek ohne Texteingabe antwortet, ist damit nicht als öffentliche Funktion beschrieben.

Ein öffentlicher Sprachmodus für alle Nutzer wurde nicht angekündigt. Die Funktion bleibt ein begrenzter Test für einen Teil der App-Nutzer – also eher ein vorsichtiges Ausprobieren als der große Startschuss.

Externe Sprachlösungen sind etwas anderes

Wer DeepSeek trotzdem in eine Sprachoberfläche einbinden will, kann den Textdienst mit separaten Technologien verbinden. Dabei wandelt Speech-to-Text gesprochene Sprache in Text um. DeepSeek verarbeitet diesen Text, anschließend erzeugt Text-to-Speech wieder eine hörbare Antwort.

Solche Sprach-zu-Text- und Text-zu-Sprache-Ketten können von Entwicklern über externe Plattformen aufgebaut werden. Sie bilden jedoch eine eigene Anwendung rund um die DeepSeek-Textschnittstelle und sind nicht mit der begrenzten Sprachfunktion der nativen App gleichzusetzen.

Für Nutzer lautet die nüchterne Einordnung deshalb: DeepSeek bewegt sich bei Sprachfunktionen voran, aber zunächst mit einer offenbar begrenzten Vorlesefunktion und vier Profilen – nicht mit einem bereits allgemein verfügbaren Sprachchat.